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Bad Düben Die Burg auf Nähkästchen und Sammeltasse
Region Bad Düben Die Burg auf Nähkästchen und Sammeltasse
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14:03 19.05.2015
Tizian Herrmann schaut sich die Burg-Abbildung auf einem Nähkästchen an. Rechts: Sammeltasse mit Unterteller aus dem Jahr 1925.Fotos: Heike Nyari Quelle: Heike Nyari

Deshalb habe man der "alten Dame" eine Sonderausstellung gewidmet, die am Sonntagnachmittag eröffnet wurde. Sie zeigt neben vielen Gemälden zahlreiche Gegenstände, auf denen die Burg als Motiv zu erkennen ist. Abbildungen finden sich auf Souvenirs, kunsthandwerklichen Arbeiten und Werbeartikeln. Dass die Stadtverwaltung das Motiv auch für offizielle Anlässe verwendet, versteht sich fast von selbst. Aber auch Firmen, Institutionen und Vereine zeigen stolz ihre Verbundenheit zur Heimat.

"Als ich von dem Aufruf erfuhr, mit Leihgaben zur Bereicherung der Ausstellung beizutragen, machte ich mich sofort auf die Suche", erzählt Raik Zenger. Der Bad Dübener sammelt seit Jahren Dinge verschiedener Art, auf denen die Burg abgebildet ist. Fündig wird der 50-Jährige auf Tauschbörsen und Trödelmärkten. So brachte er ein Nähkästchen, eine Biertulpe, einen Salzstreuer, einige Notgeldscheine und eine Sammeltasse ins Museum.

"Nicht nur die Burg, auch andere Bad Dübener Motive haben es uns angetan", erzählt Edith Scheeren. Sie und ihr Mann steuerten für die Schau mehrere Bilder regionaler Künstler bei. "Das Gemälde von Volker Pohlenz überreichte uns Eckehard Tulaszewski zum 20-jährigen Jubiläum des Karnevalsvereins", ergänzt Rudolf Scheeren. Die Kupferarbeit auf Holz zeigt Rathaus, Burg und Schiffmühle um 1978. Dieses Bild gab es zu DDR-Zeiten im Kunstgewerbeladen und hat bei Familie Scheeren seinen Platz im Hobbyraum gefunden.

Interessante Leihgaben stellte auch die Druckerei Winkler aus Bad Düben für die neue Ausstellung zur Verfügung. So sieht der Gast eine Erinnerungsurkunde des ABC-Abwehrbataillons (1997) oder einen Linolschnitt von Fritz Müller (um 1950).

Heike Nyari

Die Schau mit mehr als 60 Exponaten ist bis 22. Februar in Bad Düben zu sehen. Geöffnet hat das Museum Dienstag bis Donnerstag 9 bis 16 Uhr sowie am Samstag und Sonntag.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.10.2014

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