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Bad Düben Die Jugend nicht ziehen lassen
Region Bad Düben Die Jugend nicht ziehen lassen
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17:10 19.05.2015
Andrea Kern hat den Ausbilungskatalog auf ihrem Bildschirm geöffnet. Dort sind freie Lehrstellen gelistet. Quelle: Nico Fliegner

Der Ausbildungskatalog wiederum ist eine Börse für Schulabgänger, die freie Lehrstellen beinhaltet.

Andrea Kern von der Stadtverwaltung scrollt mit der Computermaus Tabellen. Sieben sind es an der Zahl, auf jeder Seite haben Firmen aus der Stadt und Umlandgemeinden Ausbildungsplätze offeriert. "Wir rufen einmal im Jahr die Unternehmen auf, dass sie uns ihre Angebote melden. Dann erstellen wir den Katalog und aktualisieren ihn, wenn sich etwas verändert hat", erklärt die Stadtmitarbeiterin, die verantwortlich ist für dieses spezielle Angebot.

Geboren wurde die Idee sowohl für den Bildungs- als auch den Ausbildungskatalog vor gut drei Jahren im Rahmen des Projektes Bildungscampus. Um das Gesamtprojekt mit den vielfältigen Themenbereichen rund um Bildung, das aus etlichen Arbeitskreisen bestand, ist es zwar ruhig geworden, doch der Ausbildungskatalog als eine ganz praktische Maßnahme hat überlebt. Immer mehr Dübener Unternehmen haben sich zuletzt daran beteiligt. "Ich freue mich über jede Firma, die sich bei uns meldet. Wichtig ist auch, dass wir zeitnah Rückmeldungen bekommen, wenn eine Lehrstelle vergeben worden ist", so Andrea Kern. Alles in allem "klappt das aber ganz gut".

Vor allem die Bad Dübener Mittelschule, aber auch Gymnasien werden auf die Angebote aufmerksam gemacht. So ist der Katalog mit den Lehrstellen auch als PDF-Dokument auf der Homepage der Mittelschule hinterlegt. "Unser Ziel ist es, unsere jungen Leute nicht einfach so ziehen zu lassen, wenn sie mit der Schule fertig sind", erzählt Andrea Kern. Unternehmen würden Lehrlinge händeringend suchen, die Jugendlichen aus der Stadt sollen für die freien Stellen vor Ort interessiert und quasi mit Nase draufgestupst werden, wenngleich Stellen im öffentlichen Dienst wie bei Bundespolizei und Abwasserzweckverband längst vergriffen sind. Die Stadtverwaltung versteht sich dabei als Bindeglied und Mittlerin - und das freilich nicht uneigennützig. Denn jede ländliche Kommune sieht es angesichts des demografischen Wandels gern, wenn die Jugend bleibt. Demnach leistet das Angebot auch ein Stück weit "Demografie-Arbeit".

Aber nicht nur die Jugend steht im Fokus. Der Bildungskatalog spricht ein breites Publikum an, macht auf Angebote neugierig und ist in gedruckter Form erhältlich. So bekommt zum Beispiel jeder neue Mieter der Wohnungsbaugesellschaft automatisch ein Exemplar - ein Service, den kaum eine andere Kommune bietet. Für alle Beteiligten ist das eine Win-win-Situation.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.05.2013

Nico Fliegner

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