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Die Spannung steigt: Am 29. August feiert "Die große Dürre" in Bad Düben Premiere

Die Spannung steigt: Am 29. August feiert "Die große Dürre" in Bad Düben Premiere

Bad Düben. Das Landschaftstheater befindet sich auf der Zielgeraden. Am 29. August ist Premiere für das Stück "Die große Dürre".

Spielen wird der fiktive Western in der Heidekaserne im Dübener Ortsteil Alaunwerk. Henriette Lippold vom Theater-Team gibt Auskunft.

Wie ist der aktueller Stand?

Unser Stück besteht aus unterschiedlichen Puzzleteilen. Da gibt es zum einen die klassischen Spielszenen, die Stücke mit der Band, Posaunenchoreinschübe, die Auftritte der Turner und der Kurrende. Und die Szenen mit unseren beiden TV-Helden Melanie Marschke und Thomas Koch. Diese Teile proben wir eparat voneinander sehr intensiv. Ab 17.August wird alles zusammengesetzt. Das bedeutet jeden Tag Proben. Das ist sehr intensiv, aber auch unheimlich beglückend.

2012 wart ihr im Vorfeld im Probenlager. Das ist in diesem Jahr anders. Warum?

Bei der 'Großen Suche' waren wir mit allen Schauspielern im Probenlager in Dahlen. Da haben wir zwei Tage geprobt. Da wir alle dort übernachtet haben, niemand nach Hause gefahren ist, hat sich die unglaubliche Gruppendynamik noch verstärkt. Dieses Jahr wollten wir ursprünglich auch wegfahren. Da wir aber in der Kaserne den Luxus haben, dass wir die ganze Zeit an den Spielorten der Aufführung proben können, werden wir jetzt wohl ein Kasernenwochenende machen. Mit Grillen und Zelten. Es ist toll, dass nicht alle immer nach den Proben sofort auseinander stieben, sondern wir noch ewig sitzen und schnattern. Es ist eben mehr als nur ein Theaterprojekt.

In diesem Jahr sind deutlich mehr Akteure auf der Bühne ...

Der Slogan 'Eine Stadt macht Theater' wird immer mehr Wirklichkeit. Es spielen knapp 40 Schauspieler mit, fast doppelt so viele wie beim letzten Mal. Dazu kommen die Band Heimspiel, die Kurrende, der Posaunenchor und der TV Blau Gelb 90. Macht zusammen über 100 Darsteller. Hinter der Bühne haben wir das Team aufgestockt. Zu viele Hebel müssen in Bewegung gesetzt werden. Wenn man alle Abteilungen wie Ausstattung, Kostüm, Technik und so weiter zusammen zählt, sind wir ein 16-köpfiges Team aus Theater- und Filmprofis, die wiederum einen großen Pool an Helfern anleiten, um auch ja alles bis zur Premiere fertig zu haben.

Wie hoch ist das Lampenfieber?

Extrem. Dieses Mal habe ich gemeinsam mit Stefan Kaminsky das Stück geschrieben und es ist wahnsinnig spannend zu sehen, was funktioniert und was nicht. Man kann 'Die Große Suche' und 'Die Große Dürre' nicht miteinander vergleichen. Es ist wirklich wieder etwas ganz Neues entstanden und ich hoffe einfach, dass alles so funktioniert, wie es sich am Schreibtisch angefühlt hat.

Welche Erwartungen haben Sie an das Stück?

Bisher bin ich eher freudig erregt, als ängstlich. Wir haben ein super Team am Start, was fast rund um die Uhr ackert. Meine Erwartungen haben sich ehrlich gesagt schon erfüllt. Klar, daran werden wir gemessen, aber ehrlich gesagt liegt die eigentliche Leistung der Idee darin, dass sich so viele Menschen gemeinsam aufraffen. Und egal, ob es nun 8- oder über 70-Jährige sind, egal ob aus Düben, Taucha, Eilenburg, Doberschütz oder Pressel, egal ob völlig ohne Spielerfahrung oder eben Vollprofis. Alle haben sich entschieden, das letzte Jahr dem Theater zu widmen. Das ist doch großartig! Die vielen regionalen Unternehmen und Privatpersonen, die beim Crowdfunding gezeigt haben, dass ihnen das Projekt was wert ist.

Worauf freuen Sie sich am meisten?

Das ist schwer. Ich freue mich auf gemeinsame Grillabende nach langen Proben. Ich freue mich, wenn zum ersten Mal die Songs zusammen gesetzt werden. Ich freue mich, dass die Turner vollkommen selbstständig agieren und wir uns überraschen lassen können, was sie sich ausgedacht haben. Aber ich freue mich natürlich sehr auf den Abend nach der Premiere, wenn wir uns hoffentlich glücklich in den Armen liegen werden.

Wie läuft der Kartenvorverkauf?

Super. Zur Premiere gibt es online schon keine Tickets mehr. In den Vorverkaufsstellen gibt es noch vereinzelte Tickets. Ein paar wenige Restkarten werden wir auch an der Abendkasse haben. Aber die Premiere ist schon so gut wie ausverkauft. Für die anderen fünf Vorstellungen sind noch Karten verfügbar. Es wird nur ein Restkontingent an der Abendkasse geben. Es macht also Sinn, sich im Vorverkauf seine Tickets zu sichern. Da wir diesmal räumlich begrenzt sind, können wir wirklich nur maximal 300 Personen pro Aufführung reinlassen.

Es war nach 2012 nicht klar, ob es eine Neuauflage des Theaters geben wird. Warum die Wandlung?

Es ist damals alles so super gelaufen, dass wir das nicht für übertrumpfbar hielten. Es war ein großes Wagnis, ein solches Projekt mitten in der Innenstadt zu machen. Das Ganze hat sehr viel Zeit, Nerven und Energie gekostet. Aber wir sind unglaublich belohnt worden. So viel Engagement und Herzlichkeit ist zurückgekommen. Es war uns schnell klar, dass es ein Nachfolgeprojekt schwer haben wird. Die Erwartungen sind irre hoch. Darum habe ich davon erstmal nichts wissen wollen. Die enge Bindung, die sich unter den Spielern auch weit über die Premiere hinaus entwickelt hat, hat uns aber dann doch verblüfft. Und irgendwann kamen unsere Profis aus Leipzig und fragten, wann wir denn wieder ein Landschaftsheater machen.

Können wir uns schon auf 2018 freuen?

Oh, das kann man noch gar nicht sagen. Es hängt auch immer sehr von den persönlichen Umständen ab. Bei mir hat das Projekt vor einem Jahr, als wir in die intensive Planung gegangen sind, super reingepasst. Aber wie unser aller Lebensplan in drei Jahren aussieht, das kann ich noch nicht sagen. Eins muss man deutlich sagen: Dieses Projekt nimmt komplett Besitz von einem. Halbe Sachen gehen nicht. Und dafür muss auch das Umfeld stimmen. Ich bin froh, dass wir das 2015 so toll hinbekommen haben. Interview: Steffen Brost

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.08.2015
Steffen Brost

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