Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bad Düben Drei Schwestern im Glück - Wenn die Mühle Tiefensee zum Standesamt wird
Region Bad Düben Drei Schwestern im Glück - Wenn die Mühle Tiefensee zum Standesamt wird
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:50 19.05.2015
Die Braut Katja Sommerfeld mit ihren beiden Schwestern Jana (links) und Annett Sommerfeld an Mühle ihres Onkels Fred. Quelle: Heike Nyari

Die Trauung macht einmal mehr deutlich, dass es sich lohnt, nicht nur das Dübener Standesamt oder die Burg zu nutzen, sondern das Ambiente der romantischen Mühle, die, was viele gar nicht wissen, ebenfalls Standesamt-Funktion hat.

Die glücklichen Eltern der Braut sind der Bäckermeister Gerd Sommerfeld und seine Frau Angelika. Für diesen schönen Moment machte sich Standesbeamtin Andrea Kern auf den Weg in den Bad Dübener Stadtteil, um auf der anderen Seite der Mulde das Paar zu trauen. "Neben dem Rathaus und der Burg ist es auch möglich, offiziell standesamtlich an der Mühle Sommerfeld zu heiraten", erklärt die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung. Bisher nutzten drei Paare die nicht alltägliche Lokation für den ganz besonderen Tag in ihrem Leben.

Katja Sommerfeld, die in Tiefensee aufwuchs, ist die Nichte des Mühlenbesitzers. Heute lebt sie mit ihrem Liebsten im Schweizerischen St. Gallen und fühlt sich in ihrer neuen Wahlheimat wohl. Dennoch war es ihr ein besonderes Bedürfnis, in ihrem Heimatort zu heiraten.

Nach ihrer Schulzeit lernte die heute 29-Jährige in Baden-Württemberg den Beruf Hotelfachfrau. Sie lebte bereits in der Schweiz und arbeitete dort für eine große Handelskette, als Michael Simunic aus Rieden am Forggensee vor dreieinhalb Jahren in ihr Leben trat. "Wir haben uns im Internet kennengelernt", erzählt der 30-jährige Allgäuer, der jetzt den Nachnamen Sommerfeld trägt. Nach ein paar E-Mails griff der junge Mann schließlich zum Telefon und es folgten lange Gespräche. Schließlich entschloss er sich, seine Bekanntschaft in der Schweiz zu besuchen.

So kam es im März 2010 zum ersten Date in St. Gallen. Schon bei diesem Treffen sprang der berühmte Funke über und für beide stand am Ende des Tages fest, dass es ein Wiedersehen geben wird. Seitdem wurden wöchentlich die 140 Kilometer hin und wieder zurück überwunden, um möglichst oft beieinander zu sein.

Bereits im August desselben Jahres waren sich Katja und Michael dahingehend einig, ihr weiteres Leben gemeinsam zu verbringen. So packte der junge Mann im Sommer 2010 seine Koffer und zog nach St. Gallen. Natürlich suchte er sich zuerst einen Job in der Schweiz. Der Allgäuer arbeitet als Abteilungsleiter in einer Schleiferei. Seine Frau ist stellvertretende Filialleiterin bei Aldi. "Uns gefällt es sehr gut und wir haben vorerst nicht vor, wieder zurück nach Deutschland zu gehen", so der Frischvermählte.

Die beiden Schwestern der Braut sind indes der Heimat und dem elterlichen Betrieb, der Bäckerei in Tiefensee, treu geblieben. Beide Frauen arbeiten als Bäckerinnen. Die ältere heißt Annett Sommerfeld und wohnt in Löbnitz. Tochter Stella ist sechs Jahre alt und besucht die Grundschule Löbnitz. Jana hat es ebenfalls ins benachbarte Löbnitz verschlagen. Sie ist die Zwillingsschwester von Katja und Mutter des zweijährigen Sohnes Max.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.09.2013

Heike Nyari

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Projekt Senioren-Wohnhof in der Gemeinde Laußig nimmt allmählich an Fahrt auf. Auf einer Zusammenkunft des Projektteams dieser Tage in Authausen sagte Winfried Haas von der Heide-Service-Genossenschaft Laußig, die mit der Projektumsetzung von der Gemeinde beauftragt wurde, dass nunmehr intensiv nach geeigneten Grundstücken gesucht werde.

19.05.2015

Laußig. Wohin mit dem Grünschnitt? Auf diese Frage gibt es in der Gemeinde Laußig nach wie vor keine Antwort. Das Problem, dass die Einwohner ihre Gartenabfälle illegal im Gemeindegebiet entsorgen, hat sich nunmehr verschärft, wie Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) sagte.

19.05.2015

Zum Tag des offenen Denkmals hatte am Sonntag auch die kleine Dorfkirche in Gruna geöffnet. Die war vom Juni-Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen worden und konnte sich nunmehr über finanzielle Hilfe für den Wiederaufbau freuen.

19.05.2015
Anzeige