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Bad Düben Drittes Stück des LANDschafftTHEATERs Geschichte
Region Bad Düben Drittes Stück des LANDschafftTHEATERs Geschichte
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06:00 11.09.2018
Henriette Lippold
Bad Düben

Der letzte Vorhang hat sich geschlossen. Das Bad Dübener LANDschafftTHEATER „Die große Reise“ ist vorbei. Mit einer fulminanten letzten Aufführung. Nach einer großen Abschlussfeier zieht nun wieder etwas Ruhe bei den Machern und Akteuren ein.

Zwei Jahre Vorbereitung

Über zwei Jahre Arbeit liegen hinter Henriette Lippold und ihrer Mannschaft. Über 2000 Besucher wurden in den insgesamt sechs Vorstellungen gezählt. Auch Regisseur Stefan Kaminsky ist begeistert, was das riesige Team gemeinsam geleistet hat. „Ich habe da eigentlich nur drei Worte. Überglücklich, überausverkauft und jetzt übermüdet. Es war wieder phänomenal. Ich bin überwältigt von dem großen Zuspruch, den wir auch diesmal erhalten haben. Bin aber auch etwas wehmütig, denn ich habe das Projekt und die daran beteiligten Menschen sehr ins Herz geschlossen. Es war blanke Lebenszeit, die ich hier bekommen habe. Jetzt müssen viele etwas Schlaf nachholen, denn die vergangenen Wochen waren ziemlich anstrengend“, sagte Stefan Kaminsky. In ein tiefes Loch fällt der Theater-Macher nicht, denn mit weiteren Projekten in der Delitzscher Theaterakademie, diversen Sprecherrollen kommt bei Stefan Kaminsky keine Langeweile auf.

Theater als Gemeinschaftswerk

Auch für die Ideengeberin und Texteschreiberin Henriette Lippold gehen mit dem letzten Vorhang zweieinhalb besondere Jahre zu Ende. Die gebürtige Bad Dübenerin, die seit Jahren erfolgreich für die ZDF-Serie „Soko Leipzig“ als Producerin arbeitet, hat diesen Krimi geschrieben. Mit den Theaterregisseuren Ulrich Hüni und Stefan Kaminsky wirkten zwei bewährte Theaterregisseure am Stück und dessen Umsetzung mit, Logistik und Produktion waren auf mehrere Schultern verteilt. „Ich hatte ehrlich gesagt echt Respekt vor dem, was da kommt. Das Projekt hat eigentlich zeitlich bei niemandem von uns gut reingepasst. Aber wir haben uns alle sehr bewusst dafür entschieden. Und nun hat sich wieder alles so großartig gefügt“, so Lippold.

Das Projekt war deutlich größer als die ersten beiden Stücke 2012 und 2015. Die Proben waren länger und anstrengender, als die Male zuvor. Es gab viel mehr Akteure und Gruppen. Fast 150 Hobbyschauspieler, Helfer vor und hinter den Kulissen, Vereine wie der Bad Dübener Turnverein Blau-Gelb 90, die Kurrende, der Posaunenchor, die Band Heimspiel und die Gruppe Anima sorgten dafür, dass es erneut ein grandioser Erfolg wurde.

Profis waren mit dabei

Dabei waren auch wieder Profis: Melanie Marschke („Soko Leipzig“) war zum dritten Mal dabei, Schauspielkollegin Cheryl Shepard („In aller Freundschaft“) und MDR-/Kika-Moderator Alex Huth spielten erstmals mit. „Alle haben sich super verstanden. Das war ein absolutes Geschenk. Zur menschlichen Komponente, die man im Vorfeld nie einschätzen kann, kam dieses Mal auch noch die Abhängigkeit von vielen Partnern dazu. Die Stadt, die Ämter, das Landratsamt, die Bahn, die Polizei, Anwohner und Spielorteigentümer, alle mussten vom Projekt überzeugt werden. Und auch das hat wunderbar funktioniert. Ein kleines Wunder, dass das zum dritten Mal so hingehauen hat. Und dann hat es nicht mal geregnet. Ich bin unendlich dankbar über die große Reise vom einsamen Schreibtisch zum fulminanten Finale am Bahnhof, über die Reise vom Ich zum Wir. Danke Bad Düben, das geht nur hier“, ist Lippold überwältigt.

In den nächsten Tagen wird an den Spielstätten noch aufgeräumt und Material eingelagert. Vielleicht für das vierte LANDschafftTHEATER 2021?

Von Steffen Brost

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