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Bad Düben Drogen-Delikte: "Es gibt durchaus eine große Konsumentenszene"
Region Bad Düben Drogen-Delikte: "Es gibt durchaus eine große Konsumentenszene"
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14:50 19.05.2015
Eilenburgs Revierleiter Bernd Klose (links) spricht über die Kriminalität in der Stadt Bad Düben. Quelle: Nico Fliegner

Am Donnerstagabend kam die Unternehmer-Runde um Annett Mazanec im Hotel National zusammen. Und einer, der wissen muss, wie es um Bad Dübens Sicherheit bestellt ist, gab Auskunft: Eilenburgs Revierleiter Bernd Klose.

Während sich im gesamten Revierbereich, also Eilenburg und Umland einschließlich Bad Düben die Fallzahlen von 1399 Delikten (2012) auf 1600 (2013) erhöht haben, konnte Klose Entwarnung speziell für die Kurstadt geben. "Wir haben hier keine großen Steigerungsraten", konstatierte er. 495 Fälle hatte es vor zwei Jahren gegeben, 2013 wurden 503 registriert. Dies sei nicht "besorgniserregend". Allerdings hält er die Fallzahlen im Bereich Fahrraddiebstahl für "bedenklich". Die sind sowohl in Eilenburg als auch in Bad Düben in die Höhe geklettert: 2012 wurden in der Kurstadt zehn Räder gestohlen, allein in diesem Jahr kamen schon 22 weg. Klose kündigte an, im nächsten Quartal Fahrradcodierungen in der Stadt anbieten zu wollen. Derzeit laufen die Gespräche. In Eilenburg ist diese Aktion bereits "gut gestartet". Dort wurden 2013 140 Räder, in diesem Jahr bereits 80 gestohlen. Wer sein Rad kostenlos codieren lässt, hat höhere Chancen, dass es nach Diebstahl wiedergefunden wird.

Im Bereich Ladendiebstahl schlagen 20 Fälle zu Buche, sowohl 2013 und in diesem Jahr in der Kleinstadt. Die Zahlen im Bereich der Drogendelikte sind rückläufig: 2013 wurden 25 Straftaten bearbeitet, in diesem Jahr sind 14 bekannt. "Es gibt durchaus eine große Konsumentenszene", so der Revierleiter. Und besonders bedrohlich: In 99 Prozent der Fälle handele es sich um die Modedroge Crystal. Der Polizei seien entsprechende "Punkte in Bad Düben" bekannt, "aber so schlimm, wie es 2012 mal war, ist es nicht mehr". Anders in Eilenburg: Allein in diesem Jahr wurden 120 Drogen-Straftaten registriert, 2012 waren es lediglich 24. Die Arbeiterwohlfahrt veranstaltet am kommenden Donnerstag einen Info-Abend speziell zum Thema Crystal und wie Eltern erkennen, dass ihre Kinder auf Droge sind. Beginn: 18.30 Uhr im Jugendhaus "Poly".

Die Gewerbetreibenden nahmen die Ausführungen zur Kenntnis - auch zum Einbruchschutz, worüber ein Vertreter der Präventionsstelle der Polizeidirektion Leipzig referierte. Der Experte riet, die Info-Angebote der Polizei in Anspruch zu nehmen, beispielsweise wie sich Hausbesitzer und Geschäfteinhaber optimal schützen können. Denn auch in Bad Düben dringen Diebe in Häuser ein - bis zu 22 Mal im Jahr, so die Statistik. "Weltenbummler"-Wirtin Alexandra Redmer bekam das bereits hautnah zu spüren: Kriminelle drangen über die Terrasse hinter ihrer Gaststätte in die Wohnung ein. Helfen könnte ein Alarmschutz und speziell gesicherte Fenster und Türen. Der Expertenrat an diesem Abend: "Nutzen Sie unseren Service. Er ist kostenfrei, aber nicht umsonst."

www.polizei-beratung.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.09.2014
Von Nico Fliegner

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