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Bad Düben Dübener Aussiedler-Chor sucht männliche Verstärkung
Region Bad Düben Dübener Aussiedler-Chor sucht männliche Verstärkung
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13:10 28.12.2015
Der Aussiedler-Chor Radost feiert nächstes Jahr 15-Jähriges. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Weihnachten und Jahreswechsel bedeuten für den Spätaussiedlerchor „Radost“ in Bad Düben viel Stress. Denn die zwölf Frauen, meist Spätaussiedler aus den russischen Teilrepubliken, eilen fast täglich von Auftritt zu Auftritt. Allein im Dezember werden es an die zehn Veranstaltungen auf Weihnachtsmärkten, in Vereinen und anderen Institutionen sein, die die Gruppe um Leiterin Nina Fuchs, Valentina Düster und Erika Gaube zu absolvieren hat.

Auf dem Bad Dübener Weihnachtsmarkt hatten die Frauen gleich zwei Auftritte. Im nächsten Jahr feiert der Chor, dessen Name „Freude“ bedeutet, seinen 15. Geburtstag. 2001 wurde er in der Kurstadt gegründet. „Eigentlich ist es aber nur eine Singegruppe mit musikalischer Leitung. Damals war ein Torgauer Chor zu Gast in Bad Düben. Viele unserer Frauen waren von dem Auftritt mit den deutschen und russischen Volksliedern so begeistert, dass sie sich spontan dazu entschlossen, eine Singegruppe zu bilden. Bis 2003 sind wir dann mit den Torgauern gemeinsam aufgetreten. Danach hatten wir so viele Frauen, dass wir ab 2004 allein weitergemacht haben“, erinnerte sich Valentina Düster.

Einmal pro Woche, immer donnerstags ab 16 Uhr, wird in der Begegnungsstätte im Postweg geprobt. Dann stimmen die Frauen deutsche und russische Lieder an. Derzeit bereitet sich die Gruppe auf einen Auftritt im kommenden Jahr vor. „Unser neues Programm im Frühjahr beinhaltet auch Lieder aus Tschechien, Frankreich, Italien, England, Polen und der Slowakei“, verriet Düster vorab. Alle Frauen sind über die 50 Jahre und suchen weiterhin neue Mitstreiter. Auch Männer sind gefragt. Bislang bekommen sie nur von Akkordeonspieler Dieter Burkhardt Unterstützung. „Wir hatten mal einige Männer in der Gruppe. Doch die haben wieder aufgehört, weil sie mit ihren Familien weggezogen sind. Neue sind herzlich willkommen“, hofft Düster auf männliche Verstärkung.

In der Singegruppe werden aber nicht nur Lieder angestimmt, auch gemeinsame Aktivitäten kommen nicht zu kurz. Meist wird nach der Probe in der Küche der Begegnungsstätte gekocht. Oft russische Spezialitäten wie Pelmeni, Piroggen, Borschtsch oder Wareniki. Manchmal bringen die Frauen auch Bastelzeug und Nähsachen mit. In kleiner oder großer Runde wird dann zwischen Nähnadel und Handarbeit erzählt. „Das ist für viele auch das Bewahren der russischen Traditionen. Oftmals haben wir auch Einheimische dabei, denen unsere Kultur gefällt und die darüber einiges wissen wollen. Auch mit unseren Kindern unternehmen wir viel. Traditionell gestalten wir jedes Jahr ein russisches Weihnachtsfest mit Djed Moros alias Väterchen Frost und seiner Enkelin Snegurotschka“, so Düster.

Von Steffen Brost

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