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Bad Düben Dübener Heide: Erntedankfest in Köhlerei Eisenhammer
Region Bad Düben Dübener Heide: Erntedankfest in Köhlerei Eisenhammer
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00:20 26.10.2017
Köhlerliesel Norma Austinat (links) und Anke Böhm von der Porzellanmanufaktur Rotta mit den nagelneuen Köhlertassen. Quelle: Steffen Brost
Dübener Heide

Da war selbst Köhlerliesel Norma Austinat überrascht. Anke Böhme von der Porzellanmanufaktur aus Rotta in der Dübener Heide hatte für die Chefin der Köhlerei Eisenhammer zum Erntedankfest eine Überraschung im Gepäck. Die erste offizielle Köhlertasse. „Das ist ja klasse. So etwas wollte ich schon immer haben. Eine echte Überraschung“, jubelte Norma Austinat. Geht es nach der Köhlereibetreiberin, dann sollen die Kaffeetassen mit Köhlermotiv bald auch im kleinen Lädchen den Besuchern angeboten werden. Die ersten Exemplare, die die Töpferin zum Fest mitgebracht hatte, waren jedenfalls schnell vergriffen.

5000 Besucher

Das Fest hatte das Köhlerliesel mit Ehemann Jörn und vielen fleißigen Helfern wieder akribisch auf die Beine gestellt. Der Lohn waren über 5000 Besucher. „Das ist jedes Mal so. Beim Köhlereifest kamen sogar fast 12 000 Leute zu uns“, freute sich Austinat über den Ansturm. Über 30 regionale Händler hatte die Köhlerfamilie organisiert. Die standen im großen Rund und boten ihre Waren feil. Vom selber produzierten Bienenhonig über Wurstwaren, Stricksachen, Tee und kreative Holzbasteleien bis hin zu selbstgemachten Marmeladen und Korbwaren.

Besucher greifen zu

Und die Besucher griffen reichlich zu. „Das ist mal ein regionaler Markt, wie man ihn sich wünscht. Wir waren schon oft hier. Hier findet man immer etwas Typisches, was unsere Heideregion ausmacht“, ist Elfriede Werner aus Wittenberg begeistert. Und wer vom vielen Schlendern Hunger bekam, der konnte sich an den zahlreichen Essensständen laben. Höhepunkt war das große Wildschwein am Spieß. Köhler Jörn Austinat verteilte es höchstpersönlich unter den hungrigen Gästen. „Unser Ansinnen ist etwas für die Region zu tun und die Besonderheiten den Gästen zu zeigen. Heute ruht das Köhlerhandwerk einmal. Dafür präsentieren wir, was unsere Dübener Heide zu bieten hat“, sagte das Köhlerliesel. Neben den Holzkünstlern Rayk Zenger, Torsten Wagner und Klaus Zastrow, die wieder ihre Schnitzkünste unter Beweise stellten, spiele auf der Waldbühne erst die Blasmusik für das ältere Publikum und später eine Rockformation für die jüngere Generation.

Doch noch ist für die Austinats kein Feierabend. „Wir haben Feste zu Ostern, am Männertag und zum Erntedank gefeiert. Dazu noch das Köhlereifest. Jetzt wartet noch der große Weihnachtsmarkt im Dezember. Dann ist Feierabend. Aber nur kurz. Denn im nächsten Jahr geht es munter weiter“, verriet Norma Austinat.

Von Steffen Brost

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