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Bad Düben Dübener Heide:„Wächterhöfe“ und „Regiocrowd“ bei Bundeswettbewerb
Region Bad Düben Dübener Heide:„Wächterhöfe“ und „Regiocrowd“ bei Bundeswettbewerb
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09:31 14.10.2016
Ein Schild mit der Aufschrift ‚Wächterhof’ steht vor einem Bauernhaus im Dorf Lubast. Quelle: dpa
Bad Düben

Der Naturpark Dübener Heide ist mit den Projekten „Wächterhöfe“ und „RegioCrowd“ beim Bundeswettbewerb „Lebensqualität für Alle“ der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) vertreten. Das teilte Josef Bühler, Regionalmanager, am Freitag mit. Bis zum 21. Oktober kann jeder auf der Internetseite www.netzwerk-laendlicher-raum.de/beispiele/wettbewerb-2016 die Projekte einsehen und bis zu fünf von insgesamt 24 Vorhaben bewerten. Zusätzlich vergibt die DVS einen Sonderpreis über den Twitter-Kanal twitter.com/dvs_land. Täglich wird dort ein neues Projekt vorgestellt. Die Projekte aus der Dübener Heide werden am 18. und 19. Oktober getwittert.

Alten Gebäuden Leben einhauchen

Bei „Wächterhöfe“ werden leerstehende Gärten, Datschen, Häuser und Höfe in der Dübener Heide Interessenten zur individuellen Nutzung übergeben, um somit ein Stück Heimat oder Existenz zu schaffen. Ein Kaufzwang besteht nicht, wohl aber die Verpflichtung, die Immobilie zu erhalten. Dieses aktive Leerstandsmanagement wird ergänzt um eine Willkommenskultur in den Dörfern, um die Nutzer mithilfe von Dorflotsen, im Rahmen von Nachbarschaftshilfemodellen oder Hoffesten in die Dorfgemeinschaft zu vernetzen. Die Ergebnisse zeigen, dass es eine Nachfrage in den urbanen Räumen gibt. Bislang konnten 29 Hofwächter-Interessenten gewonnen werden, häufig aus Leipzig oder Berlin.

Engagement für die Heimat

„RegioCrowd“ steht für zeitgemäße Formen von Zeit- und Geldspenden. Die Projektverantwortlichen in der Dübener Heide wollten insbesondere die Bürger aus der Region und den angrenzenden Großstadtgebieten Leipzig und Halle ansprechen. Ihnen sollte ermöglicht werden, sich mit Geld oder ihrer Arbeitskraft in Regionalentwicklungsprojekten zu engagieren. Als zentrales Element entwickelte man deshalb die Themenplattform www.regiocrowd.com. Dort sind Kleinprojekte mit regionalem Bezug gelistet, die mit Zeit- oder Geldspenden umgesetzt werden sollen. Der Verein Dübener Heide hat mit diesem Projekt einen Marktplatz für bürgerschaftliche Teilhabe geschaffen. Bei den Heidekraut-Erlebnistagen engagierten sich beispielsweise bis zu 60 Teilnehmer. Insgesamt konnten im Projektzeitraum über 40 Freiwilligenvereinbarungen zur Betreuung von Wanderwegen, Bienenstöcken und Biberrevieren abgeschlossen werden.

Der Wettbewerb läuft jetzt: Die am besten bewerteten Projekte werden im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2017 in Berlin prämiert. Die Sieger erhalten die Konzeption und Produktion eines Imagefilms. Ziel des Wettbewerbs ist es, beispielhafte und originelle Projekte aus den LEADER- und ILE-Regionen zu würdigen und über die regionalen Grenzen hinaus bekannt zu machen.

Von LVZ

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