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Bad Düben Dübener Kurrende-Konzert: Sieben Neue auf einen Streich
Region Bad Düben Dübener Kurrende-Konzert: Sieben Neue auf einen Streich
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12:52 14.03.2016
Die sieben Neuen sangen am Sonnabend ihr erstes Kurrende-Konzert.   Quelle: Olaf Majer
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Bad Düben

 Sie waren aufgeregt in ihren grün-weißen Gewändern: Sieben neue Kurrendaner hatten am Sonnabend ihre Konzert-Premiere. Und Eltern, Großeltern und Freunde fieberten mindestens genauso aufgeregt in den Bankreihen der Katholischen Kirche mit.

Seit Jahresbeginn hatten die Viertklässler mitgeübt in den Chorproben. Nun war die Zeit reif für ihre Premiere, beim Abendsingen zur Passionszeit durften die Nachwuchssänger erstmals zeigen, was sie schon drauf haben. Und das ist eine Menge. Denn die Passionsmusik ist alles andere als einfach. Zum Beispiel Felix Mendelssohn Bartholdys Psalm „Richte mich Gott“ – ein achtstimmiger Chor, der erst einmal bewältigt werden will. Besonders schön: Der Nachdruck bei der Zeile „Harre auf Gott“ – ein glänzend gesungener Mutmacher für stürmische Zeiten, auf den dann auch der katholische Pfarrer Michael Poschlod bei seinem sehr berührenden Wort zum Tag einging.

Ähnlich überzeugend war auch die Motette „Ehre sei dir Christe“, der Schlusschor aus der Matthäus-Passion von Heinrich Schütz. Mendelssohn und Schütz: Beides sind vertraute Komponisten, die Dübener Musikfreunde schon oft im Abendsingen hören durften. Und doch klingt das immer wieder neu, auch dank der jungen Stimmen, die jedes Jahr den Chor verstärken und berufsbedingte Abgänge auffangen.

Sie sangen zum Schluss allein Teile eines Segensliedes: Die sieben neuen Kurrendaner Quelle: Olaf Majer

 Neu und vertraut zugleich sind beim Dübener Abendsingen auch die Wechselgesänge von Gemeinde und Chor. Besonders berührend diesmal die Eröffnung „Du hast uns Herr gerufen“, bei der der Chor immer eine Strophe voranging, bevor die Gemeinde wie ein Echo antwortete. Diese Stimmführerschaft übernahmen beim abschließenden Segenslied dann die Neu-Kurrendaner. Wunderbar! Emma Cziommer, Nele Lauter, Alana Ludwig, Georg Majer, Magdalena Michalzcyk, Emilia Tölg und Hermine Voigt sangen engelsgleich, dass viele im Publikum die Luft anhielten. Bevor sich dann beim finalen „Amen, Amen“ die Spannung löste.

 „Herr, sei vor uns und leite uns.“ Mit diesem gesungenen Segen ist man gewappnet: Als neuer Kurrende-Sänger und als Zuhörer für die Zeit nach Lothar Jakob. „Ich war immer gern hier“, sagte der im Sommer in den Ruhestand scheidende Kantor. Davor gibt es noch ein letztes Abendsingen am 14. Mai in der evangelischen Stadtkirche. Und ein Abschiedskonzert, das am 11. Juni eine Ära im Kulturleben der Kurstadt beenden wird.

Von Olaf Majer

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