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Bad Düben Dübener Kurrende feiert Luther – Kantorin feiert Jahrestag
Region Bad Düben Dübener Kurrende feiert Luther – Kantorin feiert Jahrestag
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00:18 18.05.2017
Sie hat vor einem Jahr erstmals die Dübener Kurrende gehört: Kantorin Elisabeth Neumann Quelle: majer
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Bad Düben

Es luthert allerorten. Im Jubiläumsjahr der Reformation kommt keiner am großen Thesenanschläger aus Wittenberg vorbei. So ließ sich auch die Dübener Kurrende am Sonnabend etwas einfallen. Das Abendsingen in der katholischen (!) Kirche stand ganz im Zeichen Luthers: So geht gelebte Ökumene!

Sinfonische Welle zwischen Chor und Bläsern

Nach längerer Zeit traten Kurrende und Posaunenchor wieder gemeinsam auf. Ein musikalisches Ensemble, das gut aufeinander eingespielt ist. Das liegt nicht nur daran, dass einige Blechbläser in Doppelfunktion auch im Chor mitsingen. Es ist wie eine sinfonische Welle, die zwischen Trompeten- und Posaunenspielern und den rund 50 Sängern hin und her wogt. Klar, dass dieses Dübener Doppel zuletzt auf Tournee an der Ostsee alles andere als Schiffbruch erlitt. Selbst die Neuen in den grün-weißen Chorgewändern entpuppten sich keineswegs als Leichtmatrosen: Helene Kollautz, Hellene Schieberle, Theodor Trepte und Gregor Walter gelang eine gelungene Düben-Premiere. Im Quartett sangen sie allein das Gloria „Ich lobe meinen Gott“ – nur dezent begleitet von gestandenen Kurrendesängern. Extra-Lob für soviel Mut!

Lauter „Good News“ in Bad Düben

Und Respekt für das facettenreiche Programm: Kantorin Elisabeth Neumann hatte tief in den Notenkoffer gegriffen und viel Abwechslung hervorgezaubert. Vom hymnischen Psalm „Cantate Domino“ (herzerwärmend wie ein milder Mairegen) über Bachs Lobpreis „Wohl mir, dass ich Jesus habe“ bis hin zur anspruchsvollen kanonischen Motette „Dank sei dir Vater“ und dem herrlich swingenden Gospel „Good News“.

Elisabeth Neumann – gekommen, um zu bleiben!

Eine gute Nachricht hatte denn auch noch Chorleiterin Neumann im Gepäck: Sie ist gekommen, um zu bleiben! Vor genau einem Jahr erlebte sie als Zuhörerin das erste Mal die Kurrende. Ein Erlebnis mit Nachhall: Bekanntlich trat die Leipziger Kirchenmusikerin im August die Nachfolge von Lothar Jakob an und wurde neue Leiterin der Kurrende. „Ich hätte mir damals noch nicht vorstellen können, hier und heute vor Ihnen zu stehen und die Kurrende zu dirigieren. Es macht mir sehr viel Freude. Und ich will ich sie an meiner Freude teilhaben lassen, dass ich diesen Chor leiten darf.“ Eine schöne Ansage: Das klingt nach möglichst vielen spannenden Jahren in Düben!

Luthers Ohrwurm – die Marseillaise der Reformation?

Und diese Herzlichkeit kommt auch beim Publikum an. So konnten Kurrende und Gemeinde voller Freude den Luther-Ohrwurm singen: „Ein feste Burg ist unser Gott“. Zwar nicht die Marseillaise der Reformation, wie Pfarrerin Birgit Silberbach aus Leipzig betonte. Wohl aber ein Mutmacher für Zweifelnde.

Nächstes Konzert am 10. Juni

Für Musikfreunde bleibt nach diesem Mai-Konzert die Gewissheit: Ein feste Burg sind in der Dübener Kultur Kurrende und Posaunenchor! Nächste Gelegenheit, um sich davon zu überzeugen, gibt es am 10. Juni, 19 Uhr, in der Nikolaikirche: beim Abendsingen zum Trinitatisfest.

Von Olaf Majer

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