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Bad Düben Dübener Kurrende lädt zum ersten Konzert des Jahres ein
Region Bad Düben Dübener Kurrende lädt zum ersten Konzert des Jahres ein
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12:41 14.01.2018
Für die Bad Dübener Kurrende begann das neue Jahr mit dem traditionellen Dreikönigs-Epiphanias-Singen in der vollbesetzten Katholischen Kirche. Quelle: Foto: Steffen Brost
Bad Düben

Sie haben Weihnachten im Dauerlauf zwischen Gabentisch und Gänsebraten verbracht? Dazu eine „schöne“ Bescherung mit der lieben Verwandtschaft? Kein Problem, wer noch einmal entspannt in Weihnachtsstimmung kommen will, der findet Anfang Januar bei der Dübener Kurrende eine gute Herberge. Traditionell lädt der Chor rund um das Epiphaniasfest zum Dreikönigssingen ein. Und so kam auch diesmal wieder eine gute Mischung aus klassischen und weniger bekannten Weihnachtsliedern unter dem noch geschmückten Baum in der katholischen Kirche zur Aufführung.

Die Bad Dübener Kurrende beim traditionellen Dreikönigs-Epiphanias-Singen in der vollbesetzten Katholischen Kirche. Quelle: Steffen Brost

Den Auftakt gab der Dübener Posaunenchor mit einem Largo von Händel. Dem wärmenden Präludium folgte die strahlende Freude über die Geburt Jesu beim Bach-Klassiker „Ich steh an deiner Krippe hier.“ Eine Freude, die sich in schönem Wechselspiel zwischen Kurrende und Gemeinde steigerte.

Gutes Händchen für Dramaturgie

Erneut zeigte Kantorin Elisabeth Neumann ein gutes Händchen für die Konzert-Dramaturgie. „Der Morgenstern ist aufgedrungen“ von Michael Praetorius war stimmige Vorlage für das anschließende Kyrie „Nun sei willkommen, Herre Christ“ von Karl Hirsch. Sein Werk – angelehnt an Text und Melodie aus dem 11. Jahrhundert – ist ein schönes Beispiel, wie Kirchenmusik mit wenigen Effekten eine großartige Spannung entfalten kann. Die Strophen, abwechselnd von Sopran und Alt sowie Tenor und Bass gesungen, gipfelten im vereinten Antwortgesang „Kyrie eleison – Herr erbarme dich“. Die Kurrende gestaltete dieses flehende Bitten ungemein dicht und mit gedämpfter Tonfärbung. Eine fast klösterliche Aura breitete sich aus. Wunderbar!

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Die Bad Dübener Kurrendebeim traditionellen Dreikönigs-Epiphanias-Singen in der vollbesetzten Katholischen Kirche. Quelle: Steffen Brost

ie Überraschung des Abends aber hatte sich Kantorin Neumann fürs Schlussdrittel des Weihnachtsempfangs der Kurrende aufgehoben. Gleich zwölf (!) Kinder der vierten Klasse der Evangelischen Grundschule feierten ihr Premiere. „Wir haben im Unterricht etwas vorbereitet und die Kinder hatten auch schon eine erste Schnupperprobe bei uns“, kündigte Neumann die möglichen Neu-Kurrendaner an. Solo und selbstsicher sangen sie dann einzelne Strophen von „O komm, o komm, Du Morgenstern“, als ob sie immer schon dazugehörten.

„Möge die Musik mit uns sein“

Wenn das Dreikönigssingen der Maßstab ist, dann kann 2018 nur ein gutes Kurrendejahr werden. Mit spannenden Musiken, neuen Sängern, spielfreudigen Bläsern (die „Chaconne“ im Konzert war großartig!) und einem ambitionierten Programm. Ein Höhepunkt ist die Teilnahme am Landschaftstheater Ende August.

Und dann sind auch noch zwei Geburtstage zu feiern: Der 40. der Kurrende am 9. Juni und der 70. des Posaunenchores am 10. November. „Möge die Musik mit uns sein“, wünscht sich Kurrende-Vereinschef Ralf Hönemann fürs Jahr. Nach dem ersten Eindruck 2018 kann man nur sagen: Sie ist es. Gott sei dank!

Von Olaf Majer

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