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Bad Düben Dübener Landschaftstheater: Gruppen-Kuscheln für ein neues Projekt
Region Bad Düben Dübener Landschaftstheater: Gruppen-Kuscheln für ein neues Projekt
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14:22 19.05.2015
Geplättet von soviel Anteilnahme wurde beim Workshop schon etwas in der Gruppe gekuschelt. Lutz Mehrer und Henriette Lippold behalten den Überblick. Quelle: Steffen Brost

Rückblick: Es war ein Spektakel, das bis heute in den Köpfen der Menschen geblieben ist. Vier Tage lang bewegte vor zwei Jahren das rund hundertköpfige Team bei der großen Suche die Besucher an fünf Spielstätten. Weit über 1500 Zuschauer verfolgten zwischen Dommitzscher Platz und Burg die Erlebnisse einer Reisegruppe auf dem Weg nach Mallorca. Für Regisseur Hüni und die Laiendarsteller ging ein Traum in Erfüllung. Und machte Appetit auf mehr. "Für uns war ziemlich schnell klar, dass wir weitermachen. Nur der Zeitpunkt stand noch nicht fest. Jetzt wissen wir alle, dass es im nächsten Sommer eine neue Geschichte gibt", sagte Lippold.

Am Wochenende fand der vierte Schauspielworkshop statt. 35 kleine und große Dübener waren dabei. Viele bekannte Gesichter von vor zwei Jahren sind auch diesmal mit von der Partie. "Ich habe meiner großen Schwester und meinem Papa zugeschaut und mir gesagt, beim nächsten Mal machst du auch mit. Jetzt freue ich mich auf meine erste Rolle", erzählte die neunjährige Sarah Peschel. Auch für den elfjährigen Philipp Blaas ist die Schauspielerei Neuland. "Meine Mama macht auch mit und hat mich zum Workshop mitgenommen. Am liebsten würde ich einen Cowboy auf einem Pferd spielen", hofft Philipp.

Weit über 100 Personen sollen mitspielen. Darunter sind auch wieder drei Vereine - Kurrende, Posaunenchor und die Geräteakrobaten des Turnvereins Blau-Gelb 90. Mit an Bord sind auch diesmal professionelle Schauspieler, Regisseure, Theaterpädagogen, Musiker, Bühnenbildner und Dramaturgen aus Leipzig, Berlin und Hamburg. "Wir sind mit allen Profis im Gespräch. Die Signale sind positiv. Aber natürlich freuen wir uns über jeden Freiwilligen aus der Hobby-Szene", so Lippold. Der Arbeitstitel heißt "Die Neuen". Dabei handelt es sich um eine Indianer- und Cowboy-Story. In dem Stück geht es um Fremde in der Stadt, um Rohstoffe und um eine Liebe zwischen zwei jungen Leuten und natürlich auch um viel Lokalkolorit. Auch das Thema 100 Jahre Kur soll sich wiederfinden. Gespielt wird an fünf Schauplätzen innerhalb der Heidekaserne im Ortsteil Alaunwerk. "Wir schreiben noch an dem musikalischen Stück. Wenn das Ensemble feststeht, werden wir das Stück mehr auf die einzelnen Besetzungen zuschreiben. Es wird eine phantasievolle und realistische Geschichte", kündigte Hüni an.

In den Workshops bis Dezember geht es darum, die Gruppe zu formieren. Auf dem Programm stehen Stimm-, Wahrnehmungs-, Vertrauens- und gruppendynamische Übungen. Anfang 2015 geht es in die Szenenarbeit. Bei den Finanzen will man nicht so lange warten. Um das knapp sechsstellige Budget zusammenzubekommen, wird kräftig die Werbetrommel gerührt und Fördermittelanträge getippt. "Wir stehen mit den besser als gedacht, aber schlechter als erwartet da. Drei Komponenten müssen gemeinsam wachsen. Die Besetzung, das Stück und das Geld. Wir führen Gespräche und hoffen, dass man uns unterstützt. Der Stadtrat hat eine großzügige finanzielle Spritze beschlossen. Jetzt sind aber auch Landespolitik und regionale Unternehmen gefragt", hofft Hüni auf Geldgeber. Premiere ist am 29. August. Aufführungen sind am 30. August und am 4. und 5. September.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.11.2014
Steffen Brost

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