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Bad Düben Dübener Maler schafft den Sprung nach Leipzig
Region Bad Düben Dübener Maler schafft den Sprung nach Leipzig
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05:00 07.05.2014
Freut sich auf seine neue Ausstellung: Maler Andreas Tüpke. Ende Juni stellt er eine Auswahl seiner Werke bei einem gemeinnützigen Verein in Leipzig aus. Quelle: Nico Fliegner
Bad Düben

Seit über einem Jahr haben die Gespräche über eine Kooperation zwischen ihm und dem Verein, der Menschen mit Behinderungen fördert, ausbildet und medizinisch, therapeutisch sowie pädagogisch betreut, angedauert. Über seinen Mentor, Kunstlehrer und Stadtrat Andreas Flad aus Bad Düben, sind die Kontakte zustande gekommen, zeigt sich der 52-Jährige, der auch als der "van Gogh von Düben" bekannt ist, dankbar. Die Leute von Humanitas hatten ein Bild von Tüpke gesehen - und später "kam ein ganzer Stab aus Leipzig zu mir ins Atelier und schaute sich um", erzählt der Künstler, der sich das Malen selbst beibrachte und seit vielen Jahren in einer kleinen Künstlerstube am Markt kreativ zugange ist. Seine Bilder seien schließlich "für gut befunden" worden, erzählt er. Besonderes Interesse weckten seine "Erotikas" - irrwitzige Bilder von Busen, Popos und Gesichtern in grellen Farben; sie sind mittlerweile zu seinem Markenzeichen geworden. Doch auch Parklandschaften in Anlehnung an den französischen Künstler Claude Monet, den Tüpke neben van Gogh sehr verehrt, sollen im Sommer in Leipzig gezeigt werden, dazu werke als Hommage an die großen Impressionisten und Expressionisten sowie Landschaften und Blütenmotive. "Die Leute haben gestaunt", erzählt Tüpke, voller Freude auf seine neue Ausstellung über drei Etagen bei Humanitas. "Das ist der Beweis, dass ich kein Hobby-Maler mehr bin."

Als solcher wurde Tüpke in seinen Anfangsjahren oftmals bezeichnet. In der Kunstszene fand er nur wenig Beachtung, weil er zunächst Motive großer Künstler wie van Gogh kopierte. Nach und nach fand er aber seinen eigenen Stil. Bilder von heute zeigen deutlich seine Handschrift und locken Kunstkenner aus Leipzig und Halle in sein Atelier. So bestechen seine neuesten Kreationen vor allem durch eins: durch Individualität. Wer seine Landschaftsbilder betrachtet, entdeckt nicht das Übliche, sondern Unscheinbares. Tüpke verewigte kaum erkennbar kleine Menschen. Details, die nur bei genauerem Hinsehen auffallen. Das mögen die Betrachter, die regelmäßig zu ihm kommen.

"Ich habe elf Jahre lang gekämpft, bis man mich endlich ernst genommen hat", sagt er und hofft nun, mit seiner ersten Leipziger Ausstellung weitere Menschen auf ihn und seine Kunst aufmerksam zu machen.

Andreas Tüpkes Ausstellung ist vom 26. Juni bis 30. Juli bei Humanitas Leipzig, Prager Straße 224, zu sehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.05.2014

Von Nico Fliegner

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