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Bad Düben Dübener fischt Riesen-Wels aus Elbe
Region Bad Düben Dübener fischt Riesen-Wels aus Elbe
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07:00 04.06.2011
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. Himmelfahrt war er zum Fischen an die Elbe bei Dommitzsch gefahren. Und da hatte der 29-Jährige das Glück plötzlich auf seiner Seite.

Eigentlich wollte Christian Jakubczak auf Zander gehen. Dann hatte er jedoch den Fang seines Lebens am Haken und machte sich damit sein wohl größtes Männertagsgeschenk. Am Donnerstagmorgen zog der Bad Dübener ein Prachtexemplar von einem Wels an das Elbeufer. „Ich kann es kaum fassen", erzählt der junge Mann, der erst vor knapp einem Jahr seinen Angelschein ablegte und Mitglied bei den Dübener Angelfreunden und im Anglerverband Leipzig ist.

Am Herrentag sprang er um 5.30 Uhr aus den Federn, um an der Elbe bei Dommitzsch Fische zu fangen. Die Angel-Erfolge hatten sich in den vergangenen Wochen eher in Grenzen gehalten, aber nun wollte er einen schönen Zander an Land ziehen. Er legte den Köder, einen acht Zentimeter großen Gummifisch, aus und nur eine Stunde später war es mit der beschaulichen Morgenstimmung vorbei. „Ich spürte, dass ich etwas ganz Großes am Haken hatte und rief einen anderen Angler, der etwa 100 Meter entfernt stand, um Hilfe", berichtet der Kurstädter. Es dauerte 45 Minuten, bis die beiden Männer den Wels am Ufer hatten, denn die Kampfkraft dieser Fische sei „nicht zu unterschätzen". Beide Männer hievten das Ungetüm ins Auto und Jakubczak fuhr zurück ins beschauliche Bad Düben, genauer gesagt in den Stadtteil Tiefensee. Auf dem Anwesen seiner Schwiegermutter Gudrun Lehmann sollte der Fisch dann zerlegt werden.

Nun rief der Angler seinen Bad Dübener Freund Christian Noack an. „Er bat mich, ihm beim Fischfiletieren zu helfen", sagt der 25-Jährige. „Ich wunderte mich schon, als er sagte, dass er auch Unterstützung beim Ausladen bräuchte. Als ich in Tiefensee ankam, musste ich erst einmal tief durchatmen". So einen großen Fisch hatte der Bad Dübener bis dahin noch nie gesehen, obwohl er schon oft, wie er sagt, an mehreren Flüssen, in der Ostsee, in der Nordsee, im Atlantik und in den Norwegischen Fjorden angelte.

Schnell verbreitete sich die Kunde vom Riesen-Wels. In den Vormittagsstunden glich das Tiefenseer Grundstück an der Mühle 2 einem wahren Pilgerort. Zahlreiche Nachbarn wollten sich selbst ein Bild von dem nicht alltäglichen Fang machen und geizten natürlich auch nicht mit Glückwünschen. „Es ist mein erster Wels überhaupt, den ich gefangen habe", erzählt Christian Jakubczak, der sich über das Riesenexemplar mächtig freut.

Nicht nur die Leidenschaft zum Angeln verbindet die beiden jungen Männer mit dem gleichen Vornamen. Sie sind auch Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bad Düben. Christian Jakubczak arbeitet als Tiefbauer bei einem Bad Dübener Bauunternehmen und sein Freund ist Rettungsassistent und Disponent in der Leitstelle Delitzsch.

Für beide war der Himmelfahrtstag jedenfalls ein besonderer. Einer, von dem sie sicherlich noch in den nächsten Jahren immer wieder gern und oft erzählen werden.

Heike Nyari

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