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Dübens Burgturm ist notgesichert, bleibt aber weiter gesperrt

Schäden am Fachwerk Dübens Burgturm ist notgesichert, bleibt aber weiter gesperrt

Die Notsicherung am Bad Dübener Burgturm ist abgeschlossen, das Gebäude auf dem Burggelände bleibt aber weiterhin für den Besucherverkehr gesperrt. Im Turm-Inneren wurde in den vergangenen 14 Tagen ein Gerüst aus Holz errichtet, das vor allem die Standfestigkeit zur Westseite hin sichert.

Der Burgturm gehört zum Ensembles auf dem Burgberg-Gelände.

Quelle: Wolfgang Sens

Bad Düben. Die Notsicherung am Bad Dübener Burgturm ist abgeschlossen, das Gebäude auf dem Burggelände bleibt aber weiterhin für den Besucherverkehr gesperrt. Im Turm-Inneren wurde in den vergangenen 14 Tagen ein Gerüst aus Holz errichtet, das vor allem die Standfestigkeit zur Westseite hin sichert. Zwei Gutachter hatten im Januar Holzschutz und Statik überprüft und nach den Vor-Ort-Besichtigungen dringend zu den Sicherungsmaßnahmen geraten, nachdem sie insbesondere an der Nord- und Westseite schwerwiegende Probleme festgestellt hatten. „Dort muss das Fachwerk, das durch Verwitterung und Holzschäden gelitten hat, erneuert werden“, so Markus Krisch, Mitarbeiter Hoch- und Tiefbau im Bad Dübener Rathaus über die Ergebnisse. Reparaturarbeiten, die nach dem Gewitter-Sturm im Juli erfolgt waren, ergaben, dass der Turm mehr beschädigt ist als zunächst angenommen worden war.

Die beiden Wände waren zwar erst Mitte der 1990er-Jahre saniert worden, aber offensichtlich unsachgemäß. Nach diesem Zeitraum könnte dies nicht mehr über Gewährleistung geregelt werden. Neben dem Aufbau des Gerüstes ist jetzt auch ein Teil des Fußbodens entfernt worden, sagte Markus Krisch. Besucher müssten deshalb auf diesen Teil der Dübener Geschichte derzeit verzichten. Auch in anderen Bereiche des Museums gibt es wegen Hochwasser-Spätfolgen Einschränkungen. So ist der Raum zur Waldarbeit in der Dübener Heide innerhalb der Dauerausstellung nicht zu begehen.

Die Stadt muss jetzt nach Möglichkeiten suchen, wie das Ganze finanziert werden kann. Bis Ende März, so Markus Krisch, solle ein Konzept für die Instandsetzung erarbeitet werden. Dann stehen auch die Höhe der genauen Kosten fest. Derzeit sind 130 000 Euro im Haushalt eingebunden. Zudem sollen Mittel vom Denkmalschutz beantragt werden. Auch im Förderprogramm „Attraktive Stadt und Ortsteilzentren“ ist der Burgturm im Programmantrag aufgelistet. Die Entscheidung wird erst im Juni/Juli erwartet. Bisher waren auch Amtshaus und Landschaftsmuseum dabei, diese sind aber als Hochwasserschäden anerkannt und werden mit Fördermitteln finanziert.

Entstanden ist der einzige Torturm der Region im 13. Jahrhundert. Er weist das Hexengefängnis und das Gerichtszimmer, auch Kohlhaaszimmer genannt, auf. Vom Turmzimmer hat man einen schönen Ausblick auf die Kurstadt und die Muldeaue.

Von Kathrin Kabelitz

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