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Bad Düben Dübens Plattenbauten werden saniert
Region Bad Düben Dübens Plattenbauten werden saniert
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13:55 19.05.2015
Der Wohnblock Am Schalm Nummer zwei wird bis Jahresende saniert. Quelle: Steffen Brost

"Die Umgestaltung des Wohngebietes liegt uns schon lange am Herzen. Seit dem Abriss des einen Wohnblockes haben wir hier und da kleinere Verbesserungen vorgenommen, zum Beispiel Lifte für Rollstuhlfahrer angebracht", erzählt Bettina Czerwonatis, Geschäftsführerin der Wohnungsbaugesellschaft Bad Düben. Für die umfangreichen Maßnahmen habe eine Bank einen größeren Kreditrahmen in Höhe von insgesamt drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. "Die werden wir in Jahresscheiben abrufen und alle Wohnblöcke samt Wohnungen Schritt für Schritt sanieren", kündigt die Chefin an.

Mittlerweile laufen die Arbeiten an der Nummer zwei auf Hochtouren. In den Eingängen a und e werden derzeit zwei Balkontürme angebaut. Dadurch können alle Wohnungen mit Balkonen versehen werden. Des Weiteren wird die Fassade saniert. Mit einem modernen Wärmedämmverbundsystem soll dadurch Energie gespart werden. Dazu werden bei 30 Wohnungen sämtliche Fenster ausgewechselt. Ein Bad Dübener Unternehmen kümmert sich um das Dach. Das war in der Vergangenheit oft durchlässig. Die Stellen werden repariert und die oberste Geschossdecke komplett neu gedämmt. In den Wohnungen selbst erfolgt ein kompletter Heizkörperwechsel. Und leere Wohnungen werden in diesem Zuge mit modernisiert.

"Gegenwärtig haben wir hier einen Leerstand von 16 Prozent. Das sind 16 Wohnungseinheiten", erklärt Czerwonatis. Zum Abschluss der Bauarbeiten soll das Haus eine neue Farbgebung samt Logo der Wohnungsbaugesellschaft erhalten. "Über den Farbton wird aktuell noch diskutiert. Es sollen aber frische Farben sein, die sich ins Stadtbild einpassen. Ein Hingucker eben."

Im nächsten Jahr soll dann der Wohnblock Nummer eins im Fokus stehen. Hier ist die oberste Etage zurzeit komplett leer. Eine Situation, die bei der Geschäftsleitung ganz neue Überlegungen zu Tage förderte. "Es gibt die Idee, diese Etage umzunutzen und dort eine Art Boden für Wäsche oder Lagermöglichkeiten zu schaffen. Dann müssten wir hier zunächst sämtliche Medien ausbauen und die Fenster zumauern." Einen ins Auge gefassten Teilrückbau, bei dem einzelne Etagen abgetragen werden, wurde wegen der zu hohen Kosten inzwischen wieder verworfen. Dennoch hat das Unternehmen die Leerstandssituation im Auge und würde auch nicht davor scheuen, einen weiteren Block dem Erdboden gleich zu machen. "Sollte es die Situation zulassen, dass sich der Leerstand weiter vergrößert, wäre es eine Überlegung wert, noch einmal Fördermittel für einen kompletten Rückbau eines Blockes zu stellen. Aber so weit sind wir noch nicht", erklärt die Chefin.

Die Modernisierung wird sich letztlich auch auf die Miete niederschlagen. Elf Prozent der umlagefähigen Kosten sollen auf die Mieter umgelegt werden. Deswegen wird am Schalm Nummer zwei im nächsten Jahr die Grundmiete von 1 Euro auf 1,70 Euro pro Quadratmeter Fläche steigen. "Ich habe die Hoffnung, dass unsere Mieter die Veränderungen positiv sehen und annehmen. Die Signale sind bis jetzt sehr gut. Das Wohngebiet ist nicht das schlechteste und hat eine gute Substanz. Wir wollen es in den nächsten Jahren weiter aufwerten."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.10.2014
Von Steffen Brost

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