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Bad Düben Dübens Rolle bei der Völkerschlacht
Region Bad Düben Dübens Rolle bei der Völkerschlacht
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15:46 19.05.2015
Der Autor Gerald Schmidt zeigt sein Buch "Vor der großen Schlacht". Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Geschichte. Quelle: Heike Nyari

Der Historiker Gerald Schmidt aus Halle eröffnet zu diesem Thema am 6. Oktober eine Ausstellung im Bad Dübener Naturparkhaus.

Der 58-Jährige, der in Bad Düben und Halle aufwuchs, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der umfangreichen Thematik. Vor sechs Jahren reifte die Idee, ein Buch zu erarbeiten. "Auch um Düben, die Dübener Heide und den umliegenden Orten machte die Völkerschlacht keinen Bogen. Nur um Haaresbreite entging der kleine Ort schwerwiegenden kriegerischen Auseinandersetzungen", hat Gerald Schmidt herausgefunden.

Bei seinen Recherchen lernte er den bekannten Maler Volker Pohlenz aus Wöllnau kennen, den der Publizist beauftragte, die Illustrationen für sein Buch anzufertigen. Insgesamt entstanden 30 detailgetreue Bilder. Die einzigartigen Originale werden in der Ausstellung im Naturparkhaus zu sehen sein. Das Buch "Vor der großen Schlacht" sowie die Bilder beschäftigen sich hauptsächlich mit den Ereignissen, die unmittelbar vor der Völkerschlacht stattfanden.

Generalfeldmarschall Leberecht von Blücher und Kaiser Napoleon Bonarparte weilten nur kurz mit ihren Heeren in Düben. Am Nachmittag des 9. Oktober stand fast die gesamte französische Armee vor den Toren der Stadt. Wie Gerald Schmidt erläuterte, war Blücher mit seiner schlesischen Armee nur etwa eine Stunde vorher abmarschiert. Es ist aufgezeichnet, dass der Kaiser am 10. Oktober 1813 nach Düben ging, ehe er am 14. Oktober nach Leipzig weiterzog.

"Erst bei der Ausarbeitung und durch die intensiven Recherchen zur Völkerschlacht wurde mir die herausragende Bedeutung Dübens am strategisch wichtigen Muldeübergang bewusst", so der Hallenser Historiker, der auch darauf verweist, dass in Düben von beiden Seiten entscheidende Befehle erteilt wurden, die letztendlich zur Völkerschlacht bei Leipzig führten.

In der Ausstellung werden ausgewählte Originale und Replikate aus der Zeit der napoleonischen Ära ebenso zu sehen sein wie 30 Gemälde. So zeigen die im Auftrag Schmidts angefertigten Werke beispielsweise, wie eine Vorhut Napoleons die Muldebrücke überquert, Rückzugsgefechte der Jägerregimenter an den Dübener Weinbergen, den Anmarsch Napoleons Hauptarmee auf Düben bei Pristäblich und eine Beratung Leberecht von Blüchers in dessen Hauptquartier Neuhof.

"Wir wollen an die entscheidende Tage, die sich vor der Schlacht in Düben ereigneten, erinnern", erzählt Naturparkhausleiter Torsten Gaber. Dabei gehe es "in keinster Weise um Verherrlichung, sondern um reale Darstellungen der Ereignisse". Des Weiteren gibt es im Oktober eine Gedenkstunde am Blücherstein, Gesprächsrunden mit Chronisten, themenbezogene Stadtrundgänge und ein Befehlsfrühstück, an dem die bekannte Autorin Sabine Ebert teilnehmen wird.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.09.2013

Heike Nyari

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