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Bad Düben Ehemalige Laußiger Kindertagesstätte wird zu Wohnraum
Region Bad Düben Ehemalige Laußiger Kindertagesstätte wird zu Wohnraum
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22:03 05.09.2017
David Himmer bei Arbeiten in seiner künftigen Wohnung. Quelle: Ilka Fischer
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Laußig

Der Lärm eines Presslufthammers dringt aus der ehemaligen Laußiger Kindertagesstätte. David Himmer holt im Obergeschoss trotz sommerlicher Außentemperaturen den alten Putz an der Decke seiner künftigen Wohnung runter. Bis Weihnachten will er hier mit Freundin und deren kleiner Tochter eingezogen sein. Vor dem 29-Jährigen liegt noch viel Arbeit. Aber er hat bei dem mit Leadermitteln finanzierten Umbau auch schon ein gutes Stück geschafft.

Runder Geburtstag und Tag der offenen Tür

Inzwischen kann man es sich jedenfalls schon recht gut vorstellen, wie das 700 Quadratmeter große Objekt in der Dübener Straße, das eigentlich aus zwei mit einem Glasgang verbundenen Häusern besteht, wieder Leben einzieht. Im vorderen Haus, dessen Dach etwas höher gesetzt wurde, stapeln sich Festzelte, Stühle, Bühnen. Selbst die Hüpfburgen könne er hier im Inneren zum Trocknen aufblasen. „Eigentlich wollte ich mit meiner Eventmanagementfirma ja sogar schon komplett aus Pristäblich hierher umgezogen sein“, gibt sich der gelernte Kfz-Mechatroniker, der sich inzwischen aber auch zum Ton- und Lichttechniker und zum Zeltrichtmeister qualifizierte, sogar etwas selbstkritisch. Dennoch, es ist einiges passiert, was auch von den Nachbarn mit viel positiver Neugier beobachtet werde. David Himmer freut sich über das Interesse und plant daher schon jetzt, die 30. Geburtstage von ihm und seiner Freundin im April nächsten Jahres gemeinsam und als eine Art Tag der offenen Tür zu feiern.

Arbeit gibt es auch nach dem Einzug

Bis dahin sei das Objekt sicher insbesondere im Außenbereich noch nicht fertig, aber vorzeigbar. Für etwas später hebt er sich zudem den Ausbau eines Mehrzweckraumes auf. In vier, fünf Jahren könne er sich zudem den Ausbau einer vierten und fünften Wohnung vorstellen. Der Platz dafür ist im hinteren Haus, das nun sogar eins von vier Generationen wird, auf jeden Fall da. Als erste werden in den beiden ebenerdigen Wohnungen Oma und Mutter des Eigentümers einziehen, oben richtet sich die junge Familie des Eigentümers ein.

Zumindest der untere Bereich sieht inzwischen schon nach Wohnungen aus. Hier müssen nun noch Wände verspachtelt und tapeziert, die Fußböden verlegt und die Innentüren montiert werden.

Eigenleistung, Kumpelhilfe und Förderung

Im Obergeschoss laufen derzeit gerade die Arbeiten an der Terrasse. „Ohne die Unterstützung meiner Familie, von Freunden und den Kumpels von der Feuerwehr würde es nicht gehen“, betont David Himmer einmal mehr. Denn trotz der vielen Eigenleistungen müsste er auch so rund 260 000 Euro investieren.

Diese Summe wäre für den jungen Mann, der seit 2009 selbstständig ist, und der an das Haus aus Kindergartenzeiten gute Erinnerungen hat, ohne Leader-Gelder nicht zu stemmen. Auch so sei es schon nicht einfach gewesen, eine Bank zu finden, die trotz der 30-prozentigen Förderung das Projekt finanziert.

Doch diese Hürde ist inzwischen ebenso genommen wie so manche bauliche. Jetzt, im ausklingenden Sommer, wenn in seiner 2009 gegründeten Firma Hochbetrieb herrscht, wird es noch stressiger. Dann wechselt sich eben der Lärm auf dem Bau mit den auf Veranstaltungen ab.

Von Ilka Fischer

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