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Bad Düben Eilenburg und Bad Düben wollen im Wettbewerb „Erlebniswelt Kleingarten“ punkten
Region Bad Düben Eilenburg und Bad Düben wollen im Wettbewerb „Erlebniswelt Kleingarten“ punkten
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19:40 04.08.2016
Die Weinberg-Anlage in Eilenburg kann unter anderem mit der Gemeinschaftslaube samt gepflegtem Rasen für Veranstaltungen als zentralem Treffpunkt im Kleingartenwettbewerb punkten. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg/Bad Düben

Etwa 2000 Euro schüttet der Landkreis Nordsachsen an Preisgeldern aus. Dazu kommen Sachpreise und Gutscheine von Sponsoren, mit denen Gartenfreunde garantiert etwas anfangen können. „Jeder der 14 Teilnehmer am diesjährigen Kreiswettbewerb ,Erlebniswelt Kleingarten’ wird gewürdigt“, hob Jury-Chef Robert Schübel vom Bauordnungs- und Planungsamt der Kreisverwaltung hervor. Vier Kleingarten-Sparten aus Bad Düben und Eilenburg stellten sich der Wertung, haben teilweise schon preisverdächtige Erfahrungen und wollen am 17. September beim Erntedankfest in Torgau mit aufs Treppchen.

Vielfalt Am Schwarzbach

So war in der Bad Dübener Kleingartensparte „Am Schwarzbach“ für den Vorsitzenden Jürgen Schwertner der Besuch der achtköpfigen Jury ein gewohntes Ritual: „Vor drei Jahren haben wir den vierten Platz belegt. Für uns zählt die Teilnahme. Man lernt dazu und ist beim nächsten Mal besser.“ Der Kleingartenverein wurde mit der Ost- und Westanlage 1919 gegründet. Zu den 85 Gärten kamen 1947 von der „Eilenburger Straße“ 20 und 1949 „Am Baderteich“ 15 Gärten dazu. Das Vereinsheim, 1987 in Eigeninitiative massiv umgebaut, erhielt Freifläche und Bühne, 2013 eine neue Heizung und im vergangenen Jahr eine zentrale Abwasseranlage, so Schwertner, der auch Probleme ansprach: „Durch unsere Anlage führt ein Wanderweg. Dadurch gibt es gelegentlich Vandalismus.“ Punkten wollen die Dübener mit Vielfalt. Im Garten von Werner Seifert beeindruckte, dass man auch auf kleinstem Raum leckeren Wein anbauen und keltern kann.

Vereingarten für den Weinberg

Auch auf einer Parzelle des Weinberg-Vereins am westlichen Rand von Eilenburg wachsen Trauben, woanders sogar schwarze Tomaten. Besonders ins Auge fiel der Jury zudem, mit wie viel Engagement inmitten der mit 57 Parzellen eher kleineren Anlage ein nunmehr gemeinschaftlich genutzter früherer Garten mit geräumiger Holzlaube samt Mini-Küche und Geräteanbau zum zentralen Treffpunkt hergerichtet wurde. Wie der älteste Pächter mit 86 Jahren um den Erhalt seines Gartenhäuschens von 1927 ringt und der jüngste im Alter von 29 eine Parzelle wieder urbar macht, auf der früher riesige Koniferen wucherten. „Aus der Anlage, die mal einem Nadelwald glich, im Sinne des Kleingartenrechts wieder Nutzgärten zu machen, das war in den vergangenen Jahren eine große Herausforderung und ist es teils bis heute“, erklärte Vereinsvorsitzender Michael Götzke.

Junge Truppe voller Energie

Eine neue, junge Vorstandstruppe um Thomas Meckel lenkt jetzt die Geschicke im rund 130 Gärten zählenden „Kugelfang“ hinter dem Eilenburger Verwaltungszentrum. „Mit sehr viel Energie“, lobte Götzke. Mit Themengärten, unter anderem zur Imkerei, zum Kräuteranbau sowie dem Schulgarten für die Karl-Neumann-Schule kann diese Anlage punkten. Solche speziellen Themenbereiche sind auch im 80 Parzellen zählenden Gleisdreieck zu bewundern. Vorsitzender Lutz Schmidt zeigte unter anderem ein Feuchtbiotop und eine Bonsai-Zucht mit einheimischen Gehölzen, mit denen die mit 28 Jahren relativ junge und ebenfalls sehr gepflegte Anlage für sich wirbt.

Von Karin Rieck und Steffen Brost

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