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Eilenburger Jäger schießt 250 Kilo schweren Gold-Hirsch

Eilenburger Jäger schießt 250 Kilo schweren Gold-Hirsch

Eine imposante Hegeschau erlebten die Mitglieder der Rotwildhegegemeinschaft Nordsachsen/Dübener Heide am Wochenende in Authausen. Traditionell trafen sich die Jäger und zogen Bilanz über Abschusspläne, Planerfüllung und Jahresstrecken.

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Großer Andrang herrscht bei der alljährlichen Schau der Hegegemeinschaft Rotwild Nordsachsen/Dübener Heide im Authausener Bürgerhaus.

Quelle: Steffen Brost

Authausen. Schon vor der eigentliche Eröffnung zog der Eilenburger Volker Gegner die Aufmerksamkeit auf sich, als er mit zwei Helfern das kolossale Oberteil seines im August gestreckten Hirsches aufhing. So leicht ließ sich das schwere Exemplar nicht an die dünnen Holzbretter der Ausstellungswand im Bürgerhaus Authausen befestigen. Erst ein zusätzlicher Strick sollte ein Herabfallen vermeiden.

Gegner ist seit 20 Jahren Jäger und erlegte schon so manchen Schwarzkittel, Rehe und Hasen. Aber so einen Hirsch hatte er noch nie vor seine Flinte bekommen. "Auf dieses etwa zehn Jahre alte Tier hatten viele Jäger bereits ein Auge geworfen. Doch sie fanden nicht den richtigen Moment für den Schuss. Ich habe ihn gefunden. Im Revier Battaune hat es geklappt und der 250 Kilo-Bursche fiel um", erzählte er.

Für Präparator Wolfgang Friedrich, der Kopf und Geweih fachmännisch für die Nachwelt erhielt, war es eine ganz normale Präparation. "Es ist schon ein großer Hirsch. Aber für mich alltägliche Arbeit. Ich habe in meiner aktiven Zeit als zoologischer Präparator schon ganze Elefanten präpariert", so der pensionierte Experte.

Auf der anschließenden Versammlung stand die Bilanz der Zwischenauswertung des Drei-Jahresplanes auf dem Programm. Anhand von Diagrammen konnte der Betrachter verfolgen, wie der Bestand von Rotwild in der Region zugenommen hat. Im Forstbezirk Taura wurden im vergangenen Jahr 77 von geplanten 270 Stück Rotwild zur Strecke gebracht. Macht 29 Prozent Planerfüllung. Im Hegebereich Bundesforst mit seinen Revieren Authausen, Söllichau und Bad Düben liegt die Erfüllung bereits bei 36 Prozent, im Hegebereich Pressel bei 25 Prozent und in Dommitzsch bei 24 Prozent. "Zum Jahresende hatten wir den Rotwildplan durchschnittlich mit 28 Prozent erfüllt. Wir haben uns zwar ein realistisches Ziel gesetzt, müssen aber aufpassen, dass wir in den nächsten Monaten keine Bugwelle aufbauen, die wir im dritten Jahr nicht abbauen können", sagte Forstbezirksleiter Jan Glock.

Unterm Strich sahen die Experten eine gute Entwicklung beim Rotwild in den Wäldern. Streckten sie 1991 nur rund 100 Tiere nieder, steigerte sich die Bilanz auf aktuell 232 Tiere. Dass das Rotwild in den Wäldern gesund und reichlich vorhanden ist, konnte man bei der anschließenden Trophäenschau sehen. Jan Glock konnte den Teilnehmern eine imposante "Ernte" vorstellen. Eine Bewertungskommission hatte vorher die Hegeschau durchgeführt und Medaillen vergeben. 2013 gab es je drei Silber- und Bronzemedaillen. Die einzige Goldmedaille bekam Volker Gegner für seinen Hirsch. "Silber und Bronze sind schon lange keine Seltenheit mehr. Vor 25 Jahren war das noch anders. Das ist auch ein Zeichen, dass sich die Qualität des Rotwildes deutlich verbessert hat. Die Hirsche werden wieder alt. Unsere Rotwildpopulation hat anhand dieser Zahlen einen guten Bestand, den wir mit vernünftigen Abschussplänen so hinbekommen haben", sagte Glock.

Die Rotwildhegegemeinschaft Nordsachsen/Dübener Heide besteht aus fünf regionalen Bereichen, welche auch als sogenannte Hegebereiche bezeichnet werden. Diese bilden der Verwaltungsjagdbezirk des Forstbezirkes Taura, Bundesforstamt Westsachsen, Hegebereich Dommitzsch und der Hegebereich Pressel. Die Gesamtfläche umfasst eine Größe von über 37 500 Hektar und wird durch die Flüsse Elbe und Mulde und die Bundesstraße 87 begrenzt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.04.2014
Von Steffen Brost

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