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Bad Düben Eilenburger Stora-Enso-Werker produzieren seit 20 Jahren Papier
Region Bad Düben Eilenburger Stora-Enso-Werker produzieren seit 20 Jahren Papier
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14:04 19.05.2015

"Als eine Erfolgsgeschichte, auf die wir zu Recht stolz sein dürfen", bezeichnet dies der Geschäftsführer Ulrich Höke. Die 240 Mitarbeiter feiern dies übrigens mit einem kleinen Grillfest am 1. September. "Doch auch in Finnland wird es eine kleine Feier der damaligen Projektgruppe geben", weiß Ellen Rößler, Assistentin des Geschäftsführers. Bei dieser wird beispielsweise auch Kai Korhonen, einer der Finnen der ersten Stunde in Eilenburg und der erste Geschäftsführer, zugegen sein.

Das Papier der finnischen Enso-Gruppe, die 1998 mit dem schwedischen Stora-Konzern fusionierte, war für die Eilenburger von Anfang an Gold wert. Denn nach 1990 hatten fast alle Industriebetriebe in der Muldestadt ihre Produktion eingestellt oder zumindest stark eingeschränkt. Und so war der im März 1993 vollzogene Baubeginn im Westen der Stadt vor allem auch ein Hoffnungsschimmer.

Jarmo Alm als heutiger operativer Chef der Papierdivision meint: "Wenn ich jetzt zurückschaue, fühle ich mich immer noch glücklich mit der Entscheidung." An die Einweihungsfeier am 25. November 1994 könne er sich noch sehr gut erinnern. Neben dem Topmanagement von Enso seien damals der sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf sowie der frühere finnische Präsident Martii Ahtisaari anwesend gewesen. Die einmillionste Tonne lief bereits im Juni 1998 vom Band, inzwischen nähert sich das Sachsen-Werk der sechsmillionste Tonne. Das entspricht im Übrigen einer Menge, die ausreicht, um Lkw mit einer Gesamtlänge von 4000 Kilometern zu beladen, wenn diese Stoßstange an Stoßstange stehen. Acht Millionen Tonnen Altpapier wurden dafür bis heute verarbeitet.

Dennoch waren es nicht immer goldene Zeiten. Die für Tageszeitungen ungünstige Marktentwicklung schlug auch auf den Papierproduzenten durch. Stora Enso reagierte mit einem drastischen Kostensenkungsprogramm, zu dem unter anderem auch die Schließung der erst 2007 installierten zentralen Konzernfinanzbuchhaltung in Eilenburg gehörte. Doch mit dem Umbau der Papiermaschine vor zwei Jahren, mit der nun auch verbesserte und andere Papierqualitäten angeboten werden können, sieht sich das Werk auch für die Zukunft gut gerüstet. Oder wie es Kalle Sundström, seit 1. August neuer Vorstandsvorsitzender des weltweit agierenden Papier- und Verpackungsmittelherstellers, formuliert: "Es wird immer Bedarf an Papier geben. Und wir werden weiterhin zu denen gehören, die den zukünftigen Papiermarkt günstig und langfristig beliefern." Und das wie seit 20 Jahren eben auch aus Eilenburg.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.08.2014

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