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Bad Düben Ein Jahr Naturparkhaus Dübener Heide: "Visitenkarte" der Dübener Heide mit Leben erfüllt
Region Bad Düben Ein Jahr Naturparkhaus Dübener Heide: "Visitenkarte" der Dübener Heide mit Leben erfüllt
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15:35 19.05.2015
Wie Klimaschutz funktioniert, wie Wildtiere im Naturpark Dübener Heide und anderswo leben und wie die Heide riecht - all das kann man im Naturparkhaus der Dübener Heide erleben. Und wer will, kann kostenlos eine E-Postkarte mit Grüßen versenden. Quelle: Nico Fliegner

Am 11. Oktober 2012 eröffnete die Einrichtung. Dabei waren die Anfänge nicht einfach.

Die Idee, gemeinschaftlich für Stadt und Region mit einem modernen Anlauf- und Kommunikationszentrum an den Start zu gehen, funktioniert in der Praxis offenbar. Jedenfalls können sich die Besucherzahlen für das erste Jahr, und das bei eher bescheidenen Marketing-Mitten und -aktionen, sehen lassen. "Durch das breite Spektrum an Themen können wir auch immer noch neue 'Gesichter' begrüßen, die zum Teil das erste Mal und auch extra dafür in der Stadt sind", sagt Torsten Gaber vom Verein Dübener Heide. Die Ausstellung werde "überwiegend von den Besuchern der Tourist-Information genutzt", so der Leiter des Naturparkhauses. Doch gezielte Besuche gebe es verstärkt, ebenso seien die Anfragen für Hausführungen in den vergangenen Monaten gestiegen. Spürbar zugenommen habe zudem die Anzahl von Besuchergruppen, darunter vor allem Radwanderer und Naturfreunde, was wohl auch auf die Ausrichtung des Hauses und dessen Lage am Stadteingang an der B 2 sowie direkt an den Rad- und Wanderwegen zurückzuführen ist. Ebenfalls ist zahlreiches Fachpublikum aus dem Natur- und Umweltbereich regelmäßig zu Gast im Naturparkhaus - für Seminare und Tagungen. So fanden bereits Jahrestreffen von Leiter verschiedener Infozentren aus Großschutzgebieten in Deutschland statt, ebenso jenes der ehrenamtlichen Naturschützer des Freistaates Sachsen.

Dass das Haus mit Leben erfüllt ist, kann Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) bestätigen. Die Stadt betreibt die Tourist-Information in dem Objekt. "Das Haus ist sehr gut etabliert in der Stadt und bei den Gästen. Das Beste sind die vielen unterschiedlichen Veranstaltungen mit den guten bis hervorragenden Besucherzahlen. Es ist nicht nur eine Ergänzung unseres Stadteingangs und unserer Kureinrichtungen, sondern mittlerweile ein fester Bestandteil - nicht mehr wegzudenken aus Bad Düben", so die Stadtchefin.

Sie hatte gleich doppelten Grund zur Freude. Denn Vertreter des Deutschen Tourismus Verbandes haben kürzlich das Haus getestet. Dabei haben sie sich nicht zu erkennen gegeben. Nunmehr ist die Tourist-Info mit der DTV-i-Marke zertifiziert worden. Der Bescheid flatterte erst am Donnerstag ins Haus, ist demnach ganz frisch. Für die Zertifizierung mussten 15 Mindestkriterien erfüllt werden, unter anderem eine ausreichende Ausschilderung der Tourist-Information, ein barrierefreier Zugang, eine ausreichende Qualifikation der Mitarbeiter und das Vorhandensein kostenloser Grundinformationen über den Ort, die Region und Sehenswürdigkeiten. "Nur bei der Verständigung auf Englisch hapert es noch. Aber das bekommen wir auch noch hin", so Münster. Ihr Fazit: "Naturpark und Stadt haben sich zusammengerauft. Wir wissen zwar auch, dass es nichts gibt, was nicht noch besser geht. Der Weg, die Richtung und das Ergebnis nach erst einem Jahr sind aber spitze", so die Bürgermeisterin weiter.

Dabei waren die Anfänge tatsächlich schwierig. Das Haus war eher fertig als die Dauerausstellung, konnte erst mit Verspätung eröffnet werden. Hinter den Kulissen gab es Querelen zwischen Stadt und Naturparkträgerverein - heute längst vergessen. Beide Partner blicken optimistisch in die Zukunft und wollen weiter an einem Strang ziehen, um Besuchern und Gästen Bad Düben und die Naturparkregion schmackhaft zu machen - mittels der "Visitenkarte" Naturparkhaus mit der Dauerausstellung, Gäste-Info und regelmäßigen Extra-Angeboten.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Samstag 10 bis 16 Uhr. Eintritt frei.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.10.2013

Nico Fliegner

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