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Ein Trio leitet Laußigs Feuerwehr – der Urenkel des einstigen Mitbegründers ist der Chef

300 Kameraden an sieben Standorten Ein Trio leitet Laußigs Feuerwehr – der Urenkel des einstigen Mitbegründers ist der Chef

Die Laußiger Feuerwehr ist so breit aufgestellt wie die Fläche der Gemeinde groß ist. An sieben Standorten schieben 176 aktive Kameraden ihren Dienst. Gemeinsam mit über 100 Alterskameraden haben sie ein neues Führungstrio gewählt. Mit Dana Purschwitz ist erstmals auch eine Frau dabei.

André Jungk, Dana Purschwitz und Lars Friedel leiten die aus sieben Ortswehren bestehende Laußiger Gemeindewehr.

Quelle: Ilka Fischer

Laußig. Manchmal ist die Beständigkeit das Ziel. Lars Friedel, Dana Purschwitz und André Junkg, die am Dienstag vom Gemeinderat als Leitung der aus sieben Ortswehren bestehenden Laußiger Feuerwehr bestätigt wurden, sind sich jedenfalls einig. Auch nach Ablauf ihrer fünfjährigen Wahlperiode soll es noch alle sieben Ortswehren in Laußig, Pressel, Kossa/Durchwehna, Authausen sowie in Gruna, Pristäblich und Görschlitz geben. Der 46-jährige Gemeindewehrleiter Lars Friedel, dessen Urgroßvater die Wehr in Kossa mit gegründet hat und dessen Eltern und Frau sich ebenfalls der Feuerwehr verschrieben haben, sieht die Laußiger Gemeindewehr ganz ordentlich aufgestellt. In erster Linie hat der Haustechniker aus Kossa dabei natürlich neben den über 100 Alterskameraden die 176 aktiven Kameraden im Blick.

Eintritt mit der ganzen Clique

Seine 39-jährige Stellvertreterin Dana Purschwitz, die mit Lars Friedel die Wehr bereits ein Jahr kommissarisch geleitet hat und die in Dauernachtschichten bei BMW ihre Brötchen verdient, verweist zudem auf die insgesamt 39 Mädchen und Jungen in den Jugendfeuerwehren. Wie Lars Friedel, der sich 2012 zum Verbandsführer qualifiziert hat, kam sie vor genau 20 Jahren zur Wehr. Während es bei Lars Friedel sozusagen in der Familie liegt, war es bei Dana Purschwitz eine Entscheidung der ganzen Clique. „Wir sind“, so die Görschlitzer Zugführerin auch mit Stolz, „damals zu zehnt eingetreten und immer noch noch aktiv.“

Hauptlöschmeister André Jungk, ebenfalls aus Görschlitz, vervollständigt jetzt das Führungstrio. Als der 36-Jährige 2008 die Chance hatte, den Montagearbeitsplatz mit einem beim Bauhof in der Gemeinde zu tauschen, griff er zu. Die dadurch gewonnene freie Zeit verbringt der inzwischen auch als Ortswehrleiter Görschlitz gewählte Gruppenführer gern in der verschworenen Truppe. Das Gemeinschaftsgefühl, das in den Wehren gelebt wird, ist allen drei wichtig.

Ohne Feuerwehr brennt’s im Dorf

„Die Feuerwehren“, so Lars Friedel, „erhalten das gesellschaftliche Leben.“ Sie sind bei Oster- oder Oktoberfeuern gefragt, mischen bei Dorffesten mit. Wenn es sie nicht mehr geben würde, würde es auf den Dörfern im übertragenen Sinne brennen. Doch natürlich gibt es auch die echten Feuer. Im vergangenen Jahr rückten die Laußiger jedenfalls zu 21 Brandeinsätzen aus und leisteten in zehn Fällen technische Hilfe. Zudem gab es zwei Fehlalarme.

Gut aufgestellt, aber es geht immer mehr

Technisch ist die Wehr mit 13 Fahrzeugen, davon je drei in Authausen und Pressel, je zwei in Laußig und Kossa und je einem in Gruna, Pristäblich und Görschlitz, gut aufgestellt. Die Gemeinde unterstütze, wo es geht. „Aber natürlich sind immer Wünsche offen“, schätzt Lars Friedel ein. Inwieweit sie in den neuen Brandschutzbedarfsplan der Gemeinde, der in den nächsten Wochen aufgestellt wird, einfließen, wird abzuwarten sein. Langeweile haben die Kameraden nicht. Denn neben den normalen Diensten gilt es jetzt zu klären, wann der Bürgermeisterpokallauf der Feuerwehrjugend ausgetragen wird. Außerdem bereiten sich die Jugendfeuerwehren auf das Camp des Landkreises vom 18. bis 20. August in Eilenburg vor. Und auch die Jahresabschlussübung aller sieben Laußiger Wehren, die traditionell im Herbst stattfindet, wirft bereits ihre Schatten voraus.

Von Ilka Fischer

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Laußig
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