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Bad Düben Ein neues Gartenhaus für die Kossaer Regenbogen-Kita
Region Bad Düben Ein neues Gartenhaus für die Kossaer Regenbogen-Kita
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00:19 15.06.2017
Mit einer La Ola-Welle nahmen die Knirpse aus der Awo-Kindertagesstätte Kossa ihr schickes neues Gartenhäuschen in Besitz. Quelle: Steffen Brost
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Kossa

Großer Auflauf am kunterbunten Gartenhäuschen auf der Wiese der Arbeiterwohlfahrt (Awo)-Kindertagesstätte „Am Regenbogen“ in Kossa. Das neue Holzhäuschen wurde dieser Tage offiziell von den 32 Mädchen und Jungen in Besitz genommen. Initiiert hatten diese Aktion die Mama und Papas des Elternbeirates. „Wir haben Spenden gesammelt und so über die Zeit rund 2000 Euro zusammenbekommen. Jetzt wurde das Gartenhäuschen angeschafft und aufgebaut. Das soll als weitere Spielfläche dienen. Es sollen noch eine kleine Werkbank rein und andere Dinge. Dann können die Kinder dort mit dem Naturmaterial hantieren“, erzählte Melanie Möbius. Auch das vierköpfige Erzieherteam um Leiterin Sandra Mathow ist begeistert. „Eine tolle Geschichte. Wir haben einen sehr guten Draht zu den Eltern. Sie sind die helfende Hand im Hintergrund“, dankt Mathow.

Neues Team

Seit Januar versuchen die drei Frauen und ein Mann wieder ein Stück Normalität in die Einrichtung zu bekommen, nachdem die Kindertagesstätte in den Fokus von Ermittlungen geraten. Ende 2016 erhoben Eltern gegen drei Erzieher und die Leiterin der Einrichtung schwere Vorwürfe (wir berichteten). Die Eltern stellten wegen Schläge, Zwang zum Essen und weiterer Vorkommnisse Strafanzeige bei der Polizei. Der Elternbeirat forderte schnelle Aufklärung, da bereits seit einiger Zeit ein fraglicher Umgang mit den Kindern durch die Erzieher beobachtet wurde. Der Elternbeirat forderte deshalb auch den Wechsel der Leiterin. Nach Bekanntwerden der Anzeigen wurde die Leiterin der Kindertagesstätte nach Authausen versetzt. Drei weitere ließen sich krankschreiben beziehungsweise verließen aus Altersgründen die Einrichtung.

Ermittlungs-Ergebnisse im Sommer

Nach einer Notbetreuung und einer Übergangszeit bildete die Awo-Geschäftsleitung ein komplett neues Team, was sich seitdem liebevoll um die Mädchen und Jungen kümmert. „Wir sind ersteinmal zufrieden mit der Situation und hoffen, dass die Sache bald endgültig geklärt ist“, hofft Möbius. Das sieht auch Awo-Kreisverbands-Geschäftsführer Marko Schreiber so: „Ich hoffe für beide Seiten auf dringende Aufklärung der Angelegenheit, damit es bald vom Tisch ist und wir uns um die eigentliche Arbeit kümmern können“, sagte Schreiber. Laut Auskunft der Staatsanwaltschaft Leipzig soll im Sommer ein Ergebnis vorliegen.

Mit einer La-Ola-Welle bedankten sich die Knirpse bei den Eltern für das Geschenk. Auch Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kossa/Durchwehna waren mit ihrem Auto und einer Mannschaft gekommen und hatten eine kleine Löschstrecke aufgebaut.

Von Steffen Brost

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