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Bad Düben Eine kleine Wiese sorgt für großen Wirbel
Region Bad Düben Eine kleine Wiese sorgt für großen Wirbel
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20:00 04.05.2010
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. Grund dafür: Die Fläche ist die noch einzige sich in Privathand befindliche, der Rest gehört bereits der Stadt. Kürzlich wechselte nun der Besitzer erneut – und zwar gegen den Willen des Ortschaftsrates. Dieser will, dass die Stadt Bad Düben Eigentümerin wird. Doch dort sieht man keinerlei Bedarf.

Eine kleine Fläche sorgt für Riesenwirbel. Und der wurde auf der jüngsten Stadtratssitzung in Bad Düben öffentlich bekannt. Denn der Schnaditzer Ortschaftsrat ist – Gelinde gesagt – sauer auf die Bad Dübener Stadtverwaltung. Angeblich sei „auf Knall und Fall" die besagte Wiese am Fuße des Schnaditzer Schlosses am Ortschaftsrat vorbei von eine private Hand in die andere verkauft worden. Hätten die Stadträte über den Verkauf beraten müssen? Bestand für die Stadt ein Vorkaufsrecht und hätte sie es nutzen können? Auf solche und viele andere Fragen wollen die Ortschaftsräte eine Auskunft.

Als Stadträtin Heike Nyari (FWG), selbst Schnaditzerin, das Thema im Stadtrat ansprach, brach eine Diskussion vom Zaun. Nyari vertrat dabei den Standpunkt des Ortschaftsrates, wonach es sinnvoll gewesen wäre, dass die Stadt die 500 Quadratmeter erwirbt und damit komplett im Eigentum der Wiesen um Schloss Schnaditz wäre. „Die Fläche befindet sich hinter dem Schloss und ist Bestandteil des Parks und des offiziellen Festplatzes", erklärte Nyari. „Sollte es mal zu einer anderweitigen Nutzung des Schlosses und der Wiese kommen, könnte es sehr ungünstig sein, wenn ein Teil in Privathand ist", gab sie zu bedenken. In der Vergangenheit seien Kaufanträge von Privatpersonen zu Liegenschaften im Schlosspark „immer zu Gunsten der kommunalen Interessen" abgelehnt worden. FDP-Stadtrat und Altbürgermeister Eckehard Tulaszewski konnte Nyaris Ausführungen bestätigen. „Der Stadtrat hätte über das Vorkaufsrecht entscheiden müssen", erklärte Tulaszewski. „Bei Euch geht‘s immer ganz schnell zur Sache – zum Nachteil der Stadt", polterte er.

Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) widersprach ihrem Vorgänger. Nicht jedes Vorkaufsrecht müsse im Stadtrat behandelt werden. „Wir haben das Vorkaufsrecht nicht ausgeübt, weil wir keine Notwendigkeit gesehen haben", sagte sie und bezweifelte zudem, ob überhaupt der Stadt ein Vorkaufsrecht zugestanden hätte. Der parteilose Stadtrat Emil Gaber war der Verwaltung vor, sie hätte „gepennt".

Der neue Eigentümer der Wiese habe laut Stadt signalisiert, die Fläche für Feste und Feierlichkeiten am Schloss zur Nutzung freizugeben. Ansonsten wolle er seine Schafe darauf weiden lassen. Laut Ortschaftsrat wäre dies auch mit einem Pachtvertrag zwischen Stadt und ihm möglich gewesen.

 

 

Nico Fliegner

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