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Bad Düben Einsamer Wolfsprotest am Naturparkhaus
Region Bad Düben Einsamer Wolfsprotest am Naturparkhaus
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14:03 19.05.2015
Schild hoch: Der Bad Dübener Ralf Behne demonstriert gegen das Wolfsmanagement vor dem Naturparkhaus. Quelle: Steffen Brost

Wie von Naturparkhausleiter Torsten Gaber zu erfahren war, nahmen daran 15 Leute aus Sachsen und Sachsen-Anhalt teil. "Herr Behne hat seinen Unmut über die Situation ausgedrückt. Wir können dagegen nichts machen. Wenn der Wolf kommt, dann kommt er von ganz allein. Und er wurde bereits mehrfach in der Dübener Heide gesehen. Es ist die Frage, wie gehen wir damit um. Solche Veranstaltungen wie heute sollen auf diese und andere Fragen Antworten geben", erklärte Gaber.

Behne machte mit seinem Protest deutlich, dass er nicht gegen den Wolf sei, sondern ihm das sächsische Wolfsmanagement ein Dorn im Auge ist. Der Rentner kritisiert, dass sich die Tiere wahllos ausbreiten können und ihnen niemand Einhalt gebietet. Ein Abschießen steht unter Strafe. "Der Mensch reagiert nur noch und agiert nicht. In meinen Augen sollte man den Wölfen bestimmte Gebiete zuweisen. Es muss aber auch Gegenden geben, wo sie sich nicht aufhalten dürfen. Dort sollte man sie als jagbares Wild freigeben."

Vor allem, dass die Wölfe oftmals ihre natürliche Scheu vor Menschen verloren haben, beängstigt Behne, der Mitglied im Verein Dübener Heide ist. Ausgerechnet sein Verein war mit dem Naturparkhaus am Donnerstag Gastgeber des Wolfs-Workshops. "Wenn ein Raubtier keine Gefahren kennenlernt, stehen die Tiere irgendwann auch im Bad Dübener Kurpark. In anderen Teilen Deutschlands wurden Wölfe schon in Wohngebieten gesichtet. Das Geld, was man für sogenannte Schutzmaßnahmen ausgibt, kann man sich meiner Meinung nach sparen. Für den Wolf bedeuten solche Einzäunungen keine wirklichen Hindernisse", so Behne.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Sollte dem Wolf mehr Einhalt geboten, er gar ins Jagdrecht aufgenommen werden? Schreiben Sie uns! LVZ, Roßplatz 5, 04509 Delitzsch, Fax: 034202 385019 oder E-Mail: kreiszeitung@lvz.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.03.2015
Von Steffen Brost

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