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Bad Düben Elterntaxis sind an Schulen in der Eilenburger Region nicht mehr überall ein Problem
Region Bad Düben Elterntaxis sind an Schulen in der Eilenburger Region nicht mehr überall ein Problem
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09:47 22.08.2017
Die Grundschule Mockrehna, hier bei einem Tag der offenen Tür, gehört zu den modernsten Nordsachsens. Allerdings hat sie mit dem Elterntaxi auch ein ganz modernes Problem. Quelle: Christiane Fleck
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Authausen / Eilenburg /Mockrehna

Mit dem neuen Schuljahr taucht oft ein altes Problem auf: Chaos vor den Schulen. Ein Grund dafür sind die sogenannten Elterntaxis. Ein Problem, das jetzt auch bundesweit in den Medien aufgegriffen wurde. Fakt ist: Viele Kinder werden von ihren oft besorgten wie gestressten Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht. Vor allem, wenn die Eltern unbedingt bis vor den Eingang fahren wollen, gebe es Stress. Ob das auch hierzulande gelte, wollte die LVZ nun wissen und erfuhr, dass sich das Bild hierzulande durchaus differenziert darstellt.

Authausen: Wenige Fußgänger, aber auch wenige Probleme

Keine größeren Probleme mit dem Elterntaxi gibt es beispielsweise an der Grundschule Authausen. Und das, obwohl hier in diesem Jahr erstmalig die 100er-Marke bei den Schülerzahlen erreicht wurde. Allerdings kämen nur die allerwenigsten Schüler zur Landschule gelaufen. Schulleiterin Simona Jeschke schätzt, dass „von den anderen etwa ein Viertel mit dem Auto gefahren wird. Der Rest kommt mit dem Schulbus.“ Zwischen 7 und 7.10 Uhr fahren in Authausen, wo der Unterricht bereits um 7.20 Uhr beginnt, täglich drei Schulbusse vor. Die Kinder würden dann noch an der Bushaltestelle von einer Lehrerin in Empfang genommen.

Auf dem Eilenburger Berg: Problem in den Griff bekommen

Uta Scherbacher, Schulleiterin der Grundschule Berg in Eilenburg sagt zum morgendlichen Schulbeginn: „Toi, toi, toi, die Situation hat sich in den vergangenen zwei Jahren wesentlich entspannt.“ Wie das an der Schule mit 190 Mädchen und Jungen geschafft wurde, erzählt sie so: „Wir haben mit dem Elternrat, den Politessen der Stadt und der Polizei an einem Strang gezogen.“ Es habe viel Aufklärungsarbeit gegeben. Zudem hätten aber auch die vielen Kontrollen, bei der Falschparker in der Einfahrt oder gar auf dem Schulgelände empfindlich abgestraft wurden, letztendlich Wirkung gezeigt. „Die Eltern sind einsichtiger geworden“, stellt Uta Scherbacher fest. Noch immer würden zwar die meisten Kinder mit dem Auto gebracht. Doch zumindest würde jetzt ein paar Meter weg vom Klassenzimmer vernünftig geparkt werden.

Der Leipziger Hauptbahnhof in Mockrehna

In Mockrehna, wo in diesem Jahr 159 Grundschüler unterrichtet werden, sieht es anders aus. Schulleiterin Christiane Fleck beobachtet jedenfalls täglich, dass es hier „von 7.15 bis 7.30 Uhr wie auf dem Leipziger Hauptbahnhof zugeht“. Allerdings liege das auch daran, dass die Oberschule glich nebenan liege. Obwohl es verboten sei, würden Autos immer wieder auf der Busschleife, auf der bis zu fünf Busse anrollen, geparkt. Erst kurz vor Ende des vergangenen Schuljahres habe es hier einen Zusammenstoß von Auto und Bus gegeben. Christiane Fleck ist überzeugt, dass die Eltern ihren Kindern nichts Gutes tun, wenn sie diesen den Schulweg nicht eigenständig zutrauen. Dabei sieht sie den Zwiespalt mancher Eltern durchaus, zumal in den Medien die Angst ja auch geschürt werde. Zumindest etwas gegenhalten wolle man deshalb auch weiterhin mit dem jährlichen Präventionstag, bei dem die Kinder lernen, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie von Fremden angesprochen werden.

Von Ilka Fischer

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