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Bad Düben Emil Gabers 100. Blutspende
Region Bad Düben Emil Gabers 100. Blutspende
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10:02 13.04.2011
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. Emil Gaber ist seit 34 Jahren dabei und ließ sich dieser Tage zum 101. Mal „anzapfen".

An seine erste Blutspende kann sich der Rentner noch gut erinnern. Es war 1962 und Gaber Lehrling in der Wema Bad Düben. „Das Blutspendeteam kam damals noch in die Betriebe. Man fragte mich, ob ich denn auch dazu bereit wäre. Ich sagte zu und seitdem nehme ich bis zu sechs Mal im Jahr die Termine wahr", erzählt der 67-Jährige.

Mittlerweile hat der Bad Dübener die 100. Blutspende hinter sich. Dafür ehrten die Blutbank Leipzig des Institutes für Transfusionsmedizin Gaber und weitere 73 besonders verdiente, unentgeltliche Spender mit einer Ehrenurkunde und einem gemütlichen Abend im historischen Ambiente des Leipziger Ring-Cafés. „Der frühere Regierungspräsident Walter Christian Steinbach und heutige Schirmherr des Fördervereins für das Blutspenden in Westsachsen sprach einige Worte und übernahm die Ehrungen", so Gaber weiter.

In dieser Woche absolvierte der Kurstädter seine 101. Spende. „Heute sind 151 mögliche Spender eingeladen. In der Regel kommen immer so um die 80", sagte Krankenschwester Ines Grahl.

Während der Vollblutspende werden aus einer Armvene 450 Milliliter Blut entnommen. Diese Menge enthält 180 bis 200 Milliliter rote Blutzellen und 250 bis 270 Milliliter Blutplasma. Hinzu kommen noch wenige Milliliter für verschiedene Untersuchungsröhrchen. Maximal eine Woche wird der Lebenssaft aufbewahrt, ehe er Patienten bereitgestellt wird.

„Blut wird jeden Tag in den Krankenhäusern nach Unfällen oder bei Operationen gebraucht. Der DRK-Blutspendedienst Ost führt jährlich mehr als 7000 Blutspendeaktionen im Einzugsbereich durch. Dabei werden rund 350.000 Vollblutspenden entnommen", sagt Ärztin Marika Trautvetter. Bis zu 25 Entnahmeteams seien täglich „in unserem Bereich im Einsatz, um das benötigte Spenderblut für die Patientenversorgung entgegenzunehmen. Und da sind wir sehr froh, solche treuen Spender wie Herrn Gaber zu haben", betont die Ärztin.

Gaber sieht sein Engagement derweil gelassen. Für ihn gehöre die Blutspende zum Leben dazu. „Blut ist eine knappe Sache. Und außerdem habe ich die seltene Gruppe B-negativ. Nach einer Spende ging es mir noch nie schlecht", will er anderen Mut machen. „Und sollte man selber einmal Blut benötigen, ist man ja schließlich auch froh, wenn andere einem mit ihrer Blutspende helfen können", so Gaber.

Bei der Awo sind die Mitarbeiter der Blutbank gern gesehen. „Wir arbeiten seit der Wende mit der Blutbank Leipzig zusammen", sagte Pflegedienstleiterin Antje Lehmann abschließend.

Steffen Brost

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