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Bad Düben Ernte im Bad Dübener Kirchenforst ist eingefahren
Region Bad Düben Ernte im Bad Dübener Kirchenforst ist eingefahren
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13:58 19.05.2015
Mit blauem Farbspray markiert Förster Andreas Schirmer abgeholzte Kiefernstämme, die zur Abholung bereit liegen. Quelle: Kathrin Kabelitz

Ohne das globale Positionsbestimmungs-System würde es schwierig werden für den 38-Jährigen. Der studierte Forstingenieur ist zuständig für drei kirchliche Waldgemeinschaften - Herzberg, Bad Düben und Wittenberg - und damit für 1450 Hektar Wald. In der Ost-West-Ausdehnung kommt er auf 110, in der Nord-Süd-Ausdehnung auf 75 Kilometer. Allein das Dübener Areal, das sich bis Eilenburg erstreckt, ist so groß wie 350 Fußballfelder. In diesem lagern in diesen Tagen riesige Polter. Zahllose Festmeter Kiefernholz, die zum Abtransport vorgesehen.

Rund 2000 Festmeter Holz wurden in diesem Sommer geerntet, eine Größenordnung, die der aus den Vorjahren gleicht. Der Holzverkauf sei nach wie vor ein erträgliches Geschäft, sagt Schirmer. Der dabei die vom Vorstands-Vorsitzenden Jörg Uhle-Wettler formulierte Grundanschauung der Kirchlichen Waldgemeinschaft: "Wir setzen auf Nachhaltigkeit und nicht auf bloßen Profit, der kommenden Generationen nichts übrig lässt" nicht aus dem Blick lässt.

Ernten mit Augenmaß heißt die Devise. Die gilt auch für die Bewirtschaftung des Waldes. Allein im letzten Jahr wurden vier Hektar aufgeforstet, sprich 13 000 Bäume nachgepflanzt: Lärchen, Weißtannen, Traubeneichen, Hain- und, Rotbuchen. Und auch Kiefern, die derzeit fast 90 Prozent des Bestandes ausmachen. Dass stabile Mischwälder monotone Kiefernwälder ablösen, sei eine bewusst gewählte Strategie. "Keiner weiß, wie die Bäume die prophezeiten Klima-Szenarien vertragen, deshalb setzen wir auf Breite und Vielfalt, um langfristig ökologisch stabile Bestände zu sichern." Dazu gehört die konsequente Kultur- und Jungbestandpflege. Seit 2013 wurden über 16 Hektar gepflegt. Auf 42 Hektar liefen Durchforstungsmaßnahmen, es wurden gezielt Bäume entfernt, damit sich der übrige Bestand gesund entwickelt kann.

Einen weiteren Schwerpunkt setzt Schirmer beim Wegebau. 2200 Meter wurden allein in diesem Jahr instand gesetzt und mit Splitt-Belag befestigt. Weitere folgen. "Es macht aber wenig Sinn, wenn 40-Tonner noch unterwegs sind, um das geerntete Holz abzutransportieren", so Schirmer. Doch die Wege müssen nicht nur den technischen Anforderungen genügen. Mit der Bundespolizei und Sportlern hat der Wald zahlreiche Nutzer, hinzu kommen die Spaziergänger und Wanderer. Da heißt es Kompromisse in der Bewirtschaftung finden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.10.2014
Von Kathrin Kabelitz

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