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Erster Spatenstich für Umbau des Dübener Freibades zum NaturSportBad

Integrationscamp Erster Spatenstich für Umbau des Dübener Freibades zum NaturSportBad

Seit Jahren kämpft Bad Düben um den Erhalt des Freibades Hammermühle, der Durchbruch in puncto Finanzierung aber schien lange nicht möglich. Bis Februar 2016. Da stand fest: Bad Düben bekommt über ein Bundesprogramm 2,3 Millionen Euro für den Umbau zum NaturSportBad. Und der startet jetzt.

Das Freiabd Hammermühle soll umgebaut werden.

Quelle: Wolfgang Sens

Bad Düben. Regen bei der Abschiedsrede, Sonne beim ersten Spatenstich – das Wetter hatte sich am Donnerstagnachmittag dem Anlass angepasst. Nach 51 Jahren geht die Geschichte des Freibades Hammermühle in Bad Düben zu Ende, mit dem rund 2,5 Millionen teuren Umbau zum NaturSportBad mit Integrationscamp startet jetzt ein neues Kapitel. „Da ist ein bisschen Wehmut dabei“, bekannte Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Denn so wie für sie dürften viele, die dabei waren, so manche Erinnerungen an das Badevergnügen in der ruhig und mitten im Grün gelegenen Anlage verbinden.

Bausubstanz ist marode

Doch all diese Idylle kann über eins nicht hinwegtäuschen – die marode Bausubstanz. Becken und Technik der chemischen Wasseraufbereitung entsprechen ebenso wenig Standards wie die Gebäudesubstanz. Pächter Andreas Glewe und sein Team hätten in den vergangenen 13 Jahren Kraft und Enthusiasmus aufbringen müssen, um das Bad trotz aller Unzulänglichkeiten in Schuss zu halten. Münster war dies ein Extra-Dank in Richtung des Pächter-Ehepaares wert, mit dem der bis Dezember 2018 laufende Pachtvertrag bereits in diesem Monat aufgehoben wurde. Beide Seiten haben sich auf einen Vergleich geeinigt, mit dem entgangene Gewinne und getätigte Investitionen abgegolten werden. Die Betreibung des Bades muss entsprechend der Förderrichtlinien neu ausgeschrieben werden, Andreas Glewe, das ist bereits klar, wird so oder so dem Bad erhalten bleiben.

Bekenntnis zum Bad

Obwohl eine Rettung für das Bad in all den Jahren nicht in Sicht war, hatte sich der Stadtrat 2015 einhellig für den Erhalt ausgesprochen. Auf Initiative der Freien Wähler und der Partei Die Linke wurde im Mai eine Arbeitsgruppe gebildet, die intensiv an einer Rettungs-Strategie arbeitete. Als der Bund kurzfristig im Herbst 2015 ein neues Förderprogramm des Bundes auflegte, reagierte die Stadt schnell. Mit Erfolg. Die Idee NaturSportBad mit Integrationscamp überzeugte. „1000 Projektideen wurden eingereicht, davon nur 55 bewilligt“, hob der Bundestagsabgeordnet Marian Wendt (CDU) hervor. Ganz wichtig dabei: Der Stadtrat zog mit und stimmte zu, dass Bad Düben rund 250 000 Euro an Eigenmitteln zur Verfügung stellt.

Wenn das Bad im Sommer 2019 wieder öffnet, wird sich viel geändert haben. Der bisherige Ein- wird zum Ausgang und wechselt vom Osten westwärts. Die Beachvolley-Felder werden verlagert. Das Camp nebst Outdoorküche soll im westlichen Bereich, also abgewandt der Wohnbebauung entstehen. Acht kleine Fasshütten bieten Übernachtungsmöglichkeiten. Zudem entstehen in einem Neubau Sanitäranlagen.

Herzstück aber dürfte zweifellos das neue Bad werden. Die Wasserfläche wird auf 1500 Quadratmeter verkleinert, wirkt aber inklusive Strand und Wiese größer, weil der Wasserspiegel angehoben wird und das Becken eine feste, starre Überlaufrinne erhält. Das Grundgerüst bilden die Wände, die vor einem halben Jahrhundert hochgezogen wurden. Über eine mit Sand aufgeschüttete Fläche gelangt man zunächst in ein Areal, das etwa 1,35 Meter tief ist und drei 25-Meter-Bahnen hat. Für die Kleinsten gibt es ein extra Planschbecken sowie aufblasbare Kletterattraktionen und abgegrenzte Bahnen für alle Altersgruppen. Mit Hilfe von Sponsoren soll zudem eine 15 Meter lange Breitwellenrutsche errichtet werden.

Keine chemische Wasseraufbereitung

Ein schilfbestandener Bodenfilter sichert künftig naturbelassenes Badewasser in bester Qualität – ein Alleinstellungsmerkmal in der Region, das zudem gestalterisch ganz andere Elemente als das klassische Freibad bietet. Verzichtet wird damit auf die chemische Wasseraufbereitung. Der Umbau zum NaturSportBad bezieht sich aber ausdrücklich nicht nur auf die rein technische Sanierung. Vielmehr ist ein Konzept mit breit gestreuten Angeboten entwickelt worden – barrierefrei, familienfreundlich und sportlich. Eine Chance für Bad Düben, in puncto Attraktivität für die Bevölkerung aber auch Touristen weiter zu punkten.

Von Kathrin Kabelitz

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