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Bad Düben Evangelische Kirche in Nordsachsen baut Stellen ab
Region Bad Düben Evangelische Kirche in Nordsachsen baut Stellen ab
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16:46 14.11.2015
Der Torgauer Superintendent Matthias Imbusch kann nach der Synoden-Abstimmung zufrieden sein. Quelle: Andreas Bechert
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Torgau

Der Aufstand der Kirchenbasis blieb aus: Die Synode des Kirchenkreises Torgau-Delitzsch hat am Sonnabend in Torgau dem umstrittenen Stellenplan für Kirchenbeschäftigte zugestimmt. Das Kirchenparlament beschloss damit einen Stellenabbau von jetzt 30 Vollzeitbeschäftigten auf nur noch 19 Beschäftigte bis zum Jahr 2035. Hintergrund ist der drastische Mitgliederschwund: Prognosen zufolge verliert der Kirchenkreis in Nordsachsen in den nächsten 20 Jahren etwa die Hälfte seiner jetzt knapp 21 500 Mitglieder. Das hat auch einen Rückgang der Finanzeinnahmen zur Folge.

Die Synodalen verabschiedeten mit 24 Ja- zu 16 Nein-Stimmen den vorliegenden Stellenplan, der unter anderem die Zusammenlegung von Pfarrbereichen zur Folge hat. So werden sich künftig mehr Landgemeinden einen Pfarrer teilen müssen. Aber auch die Städte kommen nicht ungeschoren davon: So sollen sich Schkeuditz und Delitzsch sowie Bad Düben und Eilenburg je einen Pfarrer teilen. Für die Gemeinden Bad Düben und Eilenburg könnte dieser Fall schon 2017 eintreten. Dieses Szenario hatte im Vorfeld für erheblichen Unmut und Ablehnung an der Basis gesorgt.

Superintendent Matthias Imbusch warb dennoch für den neuen Stellenplan. “Ohne diesen Beschluss verlieren wir unsere Handlungsfreiheit“, so Imbusch. So könnten unter anderem fünf Vakanzen (offene Pfarrstellen) nicht neu besetzt werden, da die Voraussetzungen dafür fehlten. Die Vertretungen der betroffenen Pfarrbereichen gingen an die Belastungsgrenzen der Pfarrer. Zudem soll der Stellenplan nur ein Rahmen sein, der neuen Bedingungen angepasst werden soll. „Der Plan bleibt nur ein Plan, er ist veränderbar.“

Als Entgegenkommen soll die Synode nun einmal im Jahr über die Aktualität des Stellenplans informiert werden und bei neuen Bedingungen auch Veränderungen vornehmen dürfen. Dieses Argument überzeugte letztlich viele Vertreter im Kirchenparlament, so dass die Zustimmung überraschend deutlich ausfiel.

Von Olaf Majer

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