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Ex-Heide-Kaserne: Eigentümer wollen Nutzungskonzept entwickeln

Ex-Heide-Kaserne: Eigentümer wollen Nutzungskonzept entwickeln

Mit der ehemaligen Heide-Kaserne in Bad Düben ist weitaus mehr geplant, als bisher bekannt war. Die Eigentümer - das sind drei Partner aus den alten Bundesländern - wollen ein Nutzungskonzept erarbeiten.

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Blick auf die Einfahrt der ehemaligen Heide-Kaserne in Bad Düben. Ein großes Eisentor sichert die Anlage.

Quelle: Nico Fliegner

Bad Düben. Ideen gibt es bereits. Doch um was es sich dabei konkret handelt, ließen sie bei ihrem Besuch in der Kurstadt bewusst offen.

Wenn es um das Gelände des ehemaligen Standorts für das Bataillon chemische Abwehr 3, kurzum die Heide-Kaserne im Stadtteil Alaunwerk geht, kochte die Gerüchteküche zuletzt immer mal wieder hoch. Spekulationen machten die Runde, von einem Freizeitpark war die Rede. Zudem hatte es des öfteren Ärger gegeben, weil dort Schießwütige in dem weitläufigen Gelände unterwegs waren, die ihrem Hobby Paintball frönten und sich mit Farbkugeln beschossen. Und andere wiederum, die an ihren Autos schraubten und so manches Rennen nicht ausließen. Dinge von gestern, längst passé.

Detlef Kutscher, einer der Eigentümer, räumte diese "Geschichten" ein. Doch mit der Heide-Kaserne haben die Eigentümer anderes vor. "Wir wollen jetzt ein Nutzungskonzept erarbeiten. Was wir machen wollen, können wir aber noch nicht genau sagen", erklärte er. Besser gesagt: Wollte er noch nicht sagen, denn wie Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) nachlegte, "gibt es eine Idee". Darüber wolle sie aber erst noch mit Nordsachsens Wirtschaftsförderin Uta Schladitz sprechen - offenbar kann die Umsetzung, was immer es auch sein mag, von Fördermitteln profitieren. Dass letztlich ein Geheimnis daraus gemacht wurde, hängt wohl auch damit zusammen, dass sich kein anderer die Idee zu eigen machen soll. Wie auch immer. Detlef Kutscher versicherte jedenfalls: "Wir wollen die Gebäude schützen und weiter ausbauen." Und so werden zunächst die ehemaligen NVA-Hallen weiter als Lagerstätten genutzt, unter anderem für Baustoffe und Bauelemente aus Glas und Metall. Der Stadtrat hat jetzt im zweiten Anlauf das gemeindliche Einvernehmen dafür erteilt. Ebenfalls produziert bereits eine Fotovoltaik-Anlage auf den Dächern der Hallen 4,9 Megawatt Strom.

Die Räte zeigten sich froh darüber, dass mehr Licht ins Dunkel gebracht worden ist. Denn befürchtet wurde, dass auf dem Gelände schleichend ein neues Gewerbegebiet entsteht mit zunehmend mehr Verkehr. Schließlich befindet sich die ehemalige Kaserne, die auch Kulisse für die Filme "NVA" und "Der Turm" gewesen war, am Ende des Stadtteils und es gibt nur eine Zugangsstraße, was negative Auswirkungen auf das Wohnumfeld hätte.

Detlef Kutscher und seine Partner wollen jedenfalls "ein realistisches Konzept entwickeln", erklärte er. Und das in Abstimmung mit der Stadt Bad Düben. Schließlich sei die jährliche Unterhaltung des Geländes, das auch von Diebstahl und Vandalismus nicht verschont bleibt, mit viel Geld verbunden. Und das muss irgendwann ja auch mal wieder reinkommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.07.2013

Nico Fliegner

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