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Familien und Handel haben für Adina Meier hohe Priorität

Familien und Handel haben für Adina Meier hohe Priorität

Sie war die große Überraschung, mit der die FDP in Bad Düben erst vor wenigen Tagen von sich Reden machte: Adina Meier, 46-jährige Unternehmerin, wird gegen Amtsinhaberin Astrid Münster (41, FWG) bei der Bürgermeister-Wahl am 16. März antreten.

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Adina Meier

Quelle: Nico Fliegner

Bad Düben. Dieser Tage präsentierte sie ihr Wahlprogramm - und hat dabei vor allem Familien, die Bildungspolitik, Handel und Verkehr im Fokus.

Der Kugelschreiber wippt zwischen ihren Fingern, auf den ersten Seiten ihres Schreibblocks stehen etliche Notizen. Adina Meier hat sich augenscheinlich gut vorbereitet, tritt routiniert und selbstsicher auf, als sie dieser Tage im kleinen Café im Hotel National ihre Ziele für die Stadt Bad Düben vorträgt. Auf die Kommunalpolitik hat sie seit vielen Jahren ein wachsames Auge, besucht hin und wieder Stadtratssitzungen, engagiert sich im FDP-Ortsverband, spricht vor allem mit den Menschen auf der Straße.

Was ihr am Herzen für Bad Düben liegt? Da sprudelt es geradezu aus ihr heraus: "Erstmal will ich alle Streitigkeiten loswerden. Die mit dem Gewerbeverein und der Feuerwehr, wo die Zusammenarbeit mit den Ortswehren wieder besser funktionieren muss", erzählt sie. Das alles lähme das Miteinander und führe zu nichts. Der Einzelhandel müsse mehr in politische Entscheidungen einbezogen werden. "Händler, Gewerbetreibende und die Stadt sollten an einen Tisch kommen und über Probleme reden." Die von Bürgermeisterin Astrid Münster angeschobene Innenstadtinitiative befürwortet sie grundsätzlich. Diese gehe aber am Gewerbeverein vorbei. Der fühle sich, so habe sie in Gesprächen erfahren, oftmals überfahren - auch bei der Standortsuche für den Discounter Aldi sei dies so. Denn die Händler befürchten mit einer Erweiterung weitere Einschnitte. Ungelöst sind auch Parkplatzprobleme in der Stadt für die Händler selbst. "Sie sollten die Möglichkeit bekommen, sich Parkplätze reservieren zu können, anstatt ständig ihre Parkuhr weiterdrehen zu müssen."

Es sind die alltäglichen Probleme, die die gelernte Krankenschwester, die seit 2003 in Bad Düben lebt und fünf Kinder großgezogen hat, umtreibt. Adina Meier verfolgt aber auch strategische Ziele: "Wenn wir nicht endlich dafür sorgen, dass sich junge Familien in Bad Düben ansiedeln, stirbt die Stadt irgendwann aus." Dieses Problem müsse die Stadt aktiv angehen. Ihr Ziel ist es, die Kleinstadt attraktiver für Familien zu gestalten - "es muss zum Beispiel mehr bezahlbare Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche geben", nennt sie eine Maßnahme, die andere umfasst den Bereich Schulen. "Bad Düben braucht eine weiterführende Schule in freier Trägerschaft mit gymnasialem Charakter. Das ist ganz wichtig." Und so eine Schule könnte vor allem auch vom Umfeld, sprich den Kommunen im nahen Sachsen-Anhalt profitieren.

Was Verkehrsfragen angeht, will sie darauf drängen, Bad Düben vom Schwerlastverkehr zu entlasten. Von der Nordtangente Richtung Osten und dann südlich über die Schmiedeberger Straße bis zum Gewerbegebiet favorisiert sie die schon einmal im Gespräch gewesene Ortsumgehung. "Lkw raus aus der Stadt, Autos aber nicht. Denn die sind wichtig für unsere Händler." Ebenso stehe sie hinter der geplanten Ortsumfahrung für Wellaune und sieht in der geplanten Erweiterung der Sauenanlage "das langfristige Aus für die Kurstadt". Und apropos Kurstadt - da will sich die FDP insgesamt für eine bessere Vermarktung ins Zeug legen, ebenso was den Bereich Energiesparstadt angeht. "Hier werden wir den Öko-Beirat ganz eindeutig unterstützen", ergänzte Eckehard Tulaszewski, der stellvertretende FDP-Ortsverbandsvorsitzende.

In den nächsten Wochen bis zur Wahl will die FDP für Adina Meier und ihre kommunalpolitischen Ziele offensiv werben und vor allem mit Bürgern ins Gespräch kommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.01.2014
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