Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Gewitter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Fantastisch: Ein Engel am Dübener Flügel

Fantastisch: Ein Engel am Dübener Flügel

Der letzte Tag im Monat ist in der Kurstadt immer der erste Tag zum Durchatmen: Fermate heißt das erfolgreiche Musikprojekt, das Kantor Norbert Britze am 31. März 2011 ins Leben rief.

Voriger Artikel
Rennpiste Windmühlenweg: Anwohner fordern Tempo-30-Zone
Nächster Artikel
Sind Grunas Deiche immer noch kaputt?

Magische Momente: Martin Engel begeisterte am Flügel in der Stadtkirche Düben.

Bad Düben. Den letzten Tag des Sommermonats Juni vollendete am Dienstag-Abend ein wahrer Klangpoet. Martin Engel, gefeierter Konzertpianist aus Karlsruhe, verzauberte die Besucher in St. Nikolai. Ein Abend, der in vielen Facetten nachklingt: In einem fantastisch ausgereizten Beethoven, in der französischen Leichtigkeit Claude Debussys und in der verspielten Brillanz eines Franz List.

Über allem aber schwebte ein Engel. Der 29-jährige Pianist, von Geburt an blind, griff zu Beginn behutsam tastend in die Tasten und ließ dann bis zum letzten Klang keinen Zuhörer mehr los. Brillant seine Technik, die fast unverschämt leicht wirkt und doch so atemberaubend anspruchsvoll ist. Fesselnd seine Interpretation, die jede strenge Notenvorgabe der Partitur zu vergessen scheint. Originell sein Variantenreichtum, der ein rasantes Finale furioso bei Beethoven genauso zulässt wie den Klangzauber des modernen Romantikers Debussy.

Einfach fantastisch! Und ein Fermate-Konzert im besten Wortsinne: Innehalten, aufatmen, abschalten. Und auf einen Künstler einlassen, der in der Musik restlos aufgeht. Martin Engel war das erste Mal in Bad Düben. Kantor Norbert Britze lernte ihn über ein Musiker-Portal im Internet kennen, in dem sich blinde Künstler austauschen. Zum Glück. Denn was Britze als Klangprobe hörte, ließ ihn nicht mehr los, bis er Engel für ein Gastspiel von Karlsruhe nach Bad Düben locken konnte. Der Pianist, mit vielen Auszeichnungen geehrt und bei TV und Hörfunk gefragt, zeigte sich zudem als Meister des humorigen Understatements. Den lang anhaltenden Applaus quittierte er mit dem schönen Satz: "Ich danke ihnen für das Geräusch". Der Dank geht zurück, für einen Klavierabend, der wie im Rausch verging.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.07.2015
Von Olaf Majer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Bad Düben
Ein Spaziergang durch die Region Bad Düben
  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Leserreisen
    Leserreisen

    Kreuzfahrt in der Karibik, Städtetour durch die Toskana oder Busreisen in Deutschland - die Leserreisen der LVZ bieten für jeden Anspruch genau das... mehr

  • LVZ-Kreuzfahrtmesse
    Infos zur LVZ-Kreuzfahrtmesse

    Willkommen an Bord: Am 22. Oktober 2017 luden LVZ und Vetter Touristik zur 1. Kreuzfahrtmesse ein. Hier gibt es einen Rückblick. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

14.12.2017 - 15:21 Uhr

Nachwuchsfußball auf Landesebene: Schenkenberg verlässt die Abstiegsplätze

mehr