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Bad Düben Faule-Eier-Geruch in Görschlitz: Nachwende-Schächte sind schon marode
Region Bad Düben Faule-Eier-Geruch in Görschlitz: Nachwende-Schächte sind schon marode
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12:00 02.12.2017
Blick auf die Kirche des Görschlitzer Ortsteiles, in dem derzeit das Abwasser zum Himmel stinkt. Quelle: Steffen Brost
Görschlitz

Im Laußiger Ortsteil Görschlitz stinkt es und das im wahrsten Sinne des Wortes. Oft liegt in dem idyllischen Heidedörfchen ein Geruch nach faulen Eiern in der Luft. Insbesondere wenn man sich dem Ort auf der Bundesstraße 183 aus Richtung Pressel/ Authausen nähert, kommt es bei Bewohnern wie Besuchern des Dorfes automatisch zum Rümpfen der Nase.

„Zu alt, zu angefault und zu wenig“

Hauptursache dafür ist Schwefelwasserstoff, der im Abwassersystem ausgemacht wurde. Warum die nach der Wende neu gebauten Schächte schon hinüber sind, das bringt Thomas Bauer, technischer Leiter des Zweckverbandes Abwassergruppe Dübener Heide, bei der Verbandsversammlung am Donnerstagabend so auf den Punkt: „Das hier durchgeleitete Abwasser ist zu alt, zu angefault und vor allem zu wenig.“ Seine Vermutung: Bei einem Wasserverbrauch wie nach der Wende, würden die damals gebauten Schächte wohl noch funktionieren. Doch das hilft nicht weiter. Der Zweckverband hat deshalb ein Ingenieurbüro beauftragt, den Geruch auf den Grund zu gehen. Die Ergebnisse dazu liegen voraussichtlich nächste Woche vor, woraus dann weitere Maßnahmen entwickelt werden können.

Schächte werden komplett ausgetauscht

Unabhängig davon steht fest, dass bei elf Schächten an der stark befahrenen Bundesstraße schnellstmöglich gehandelt werden muss. Mit der Sanierung und dem Neubau standen zwei Optionen auf dem Prüfstand. Letztendlich wurde vom Verbandsrat die Variante Neubau einstimmig mitgetragen. Die Torgauer Firma Schulz-Bau GmbH wird nun, so schnell es die Kapazitäten der Firma zulassen, den 100 000 Euro teuren Neubau übernehmen. Es wird sich dabei voraussichtlich um eine Wanderbaustelle handeln, an der der Verkehr halbseitig vorbei geleitet werden kann. Die ebenfalls nach der Wende verlegten Kanäle sind übrigens nicht betroffen, da es sich hier um Kunststoffrohre handelt.

Von Ilka Fischer

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