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Bad Düben Feuerwehr - Stadt will peu à peu in die Ausstattung investieren
Region Bad Düben Feuerwehr - Stadt will peu à peu in die Ausstattung investieren
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16:21 19.05.2015
Die Freiwillige Feuerwehr Bad Düben benötigt neue Atemschutzgeräte, um mit neuer Technik Schritt zu halten. Quelle: Steffen Brost

Der ist vom Stadtrat beschlossen worden, gilt bis 2018 und sieht in den nächsten Jahren Investitionen in die Ausstattung vor. Außerdem wird darin die Bedeutung der Jugendfeuerwehren betont - und das mit ernsthaftem Hintergrund. Die Kreiszeitung gibt einen Überblick zu den wichtigsten Punkten.

Einsatzkräfte: Die drei Stadtteilwehren verfügen insgesamt über 93 aktive Kameraden, davon gehören 55 Bad Düben, 23 Tiefensee und 15 Schnaditz an. Die Wehren sind originär für eine Fläche von 45 Quadratkilometern zuständig, sollen 8131 Einwohner vor Bränden schützen. Darüber hinaus kommen sie bei Bedarf in Nachbargemeinden zum Einsatz. Zudem müssen sie technische Hilfeleistungen abdecken wie bei Unfällen auf 22 Kilometer Bundes, 10 Kilometer Staats- und 65 Kilometer Gemeindestraßen.

Einsatzzahlen: Von 2008 bis 2012 mussten die Kameraden 114 Brände löschen. Darunter waren vor allem Waldbrände (27 Prozent), Ödlandbrände (24 Prozent) und Wohnungsbrände (26 Prozent). 154 Mal waren sie bei technischen Hilfeleistungen im Einsatz - das Gros davon entfällt auf die Beseitigung von Unwetterschäden (39 Prozent) und Ölspuren (32 Prozent). 17 Prozent der Einsätze waren Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen.

Prioritäten: Spätestens 13 Minuten nach Alarmierung müssen die ersten Kameraden am Einsatzort sein, nach 18 Minuten weitere. Oberstes Ziel: Menschenleben retten, dann Tiere, Sachwerte und Umwelt schützen und schließlich die Ausbreitung des Schadens verhindern. Wohnungsbrände in Gebäude über acht Meter Höhe sind dank neuer Drehleiter kein Problem mehr. Waldbrände sind dagegen "nur bedingt" und erst nach Hinzuziehen von Kräften und Mitteln aus anderen Gemeinden beherrschbar. Weil in der Waldsiedlung Schnaditz vier Löschwasserbrunnen gebohrt wurden, hat sich dort die Lage im Vergleich zu Vorjahren entspannt.

Fahrzeuge: Die Feuerwehr ist im Besitz von acht Einsatzfahrzeugen und eines, das vom Land (Katastrophenschutz) zur Mitnutzung zur Verfügung gestellt wurde. Dazu kommen noch fünf Anhänger. Jeder Standort verfügt über ein wasserführendes Fahrzeug. Das älteste Einsatzfahrzeug (Einsatzleitwagen, B 1000) ist 25 Jahre alt. Geplant ist eine Ersatzbeschaffung in den kommenden Jahren.

Ausrüstung/Technik: Die technische Ausstattung der Feuerwehr kann als "gut" bezeichnet werden. Aber: Die Menge des vorgehaltenen Schlauchmaterials ist nur "befriedigend". Die Schläuche müssen zum großen Teil durch ihr hohes Alter, Beschädigung und Abnutzung zur Reparatur. Geplant ist die Neuanschaffung. Ebenso soll in mindestens acht neue Atemschutzgeräte investiert werden. Derzeit verfügen die drei Wehren insgesamt über 20. "Die Bedeutung des Atemschutzes ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Die Hersteller haben ihre Technik ständig weiterentwickelt und dem heutigen Stand angepasst", heißt es im Brandschutzbedarfsplan. Da müsse auch Bad Düben nachbessern. Außerdem sollen die Sirenenanlagen "sukzessiv erneuert", 2014 der Digitalfunk eingeführt und neue Schutzhelme und Dienstkleidung angeschafft werden. "Einer der größten Posten wird sicher der Digitalfunk sein", sagt Gabriele Leibnitz, zuständig für die Feuerwehren bei der Stadtverwaltung. Die Umstellung könnte bis zu 50 000 Euro kosten. "Die anderen Maßnahmen sollen dann in den kommenden Jahren im jeweiligen Haushalt berücksichtigt werden", so Leibnitz weiter. Demzufolge können die geplanten Neuanschaffungen auch noch nicht finanziell untersetzt werden. Dazu würden zeitnah jeweils Kostenvoranschläge eingeholt.

Jugendfeuerwehr: Sie wird im Brandschutzbedarfsplan ausdrücklich erwähnt. Wie wichtig die Arbeit der Jugendfeuerwehr ist, zeigt die Tatsache, dass die Neuzugänge der aktiven Einsatzabteilung in den vergangenen Jahren fast ausschließlich aus den Reihen der Jugendfeuerwehr kamen. Dadurch blieb die Zahl der aktiven Feuerwehrkameraden nahezu gleich. "Ohne Jugendfeuerwehren ist der Personalbestand der Feuerwehr Bad Düben gefährdet", heißt es im Plan. Die drei Jugendwehren zählen derzeit insgesamt 33 Mitglieder.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.07.2013

Nico Fliegner

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