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Bad Düben Feuerwehr-Streit: Annäherung zwischen Kameraden und Stadträten
Region Bad Düben Feuerwehr-Streit: Annäherung zwischen Kameraden und Stadträten
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17:15 19.05.2015

Die schlechte Nachricht: Das Ergebnis ist ernüchternd, denn die Kameraden werden vorerst ihren Dienst weiter ruhen lassen. Zu viel Ungeklärtes stehe im Raum, hieß es aus Teilnehmerkreisen.

Das Treffen fand in den Abendstunden auf neutralem Boden statt - in der Heide-Grundschule. Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) war nicht zugegen, Vertreter der Fraktionen CDU/SPD, FWG und Linke allerdings schon. Bürgerkreis und FDP, die der Feuerwehr zuletzt den Rücken stärkten, nahmen nicht teil. Dazu gibt es widersprüchliche Angaben. Gegenüber Kameraden hieß es am Abend, sie seien nicht gekommen. Bürgerkreis/FDP stellten gestern klar, sie seien gar nicht eingeladen worden.

Jedenfalls hätten die Stadträte versucht, die Kameraden zu bewegen, wieder in den aktiven Dienst einzutreten - vergeblich. Die Gespräche seien dennoch "sehr konstruktiv" gewesen, wie Vize-Bürgermeisterin Edith Scheeren (FWG) am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. "Wir würden uns freuen, wenn sie ihren Dienst wieder aufnehmen."

Die Kameraden selbst stünden auch zur Verfügung. Doch sie wollen nach wie vor geklärt haben, worauf die eigentlichen Ursachen für ihren Protest zurückzuführen sind - eine Forderung, die auch der Bürgerkreis zuletzt aufmachte: "Einen gemeinsamen Neuanfang wird es nur geben, wenn es eine transparente Aufarbeitung und Nennung der Versäumnisse beziehungsweise begangener Fehler beiderseits gibt", teilte Stadtrat Emil Gaber unlängst auf Anfrage mit. Und davon sind alle Beteiligten noch ein ganzes Stück entfernt. Der Bürgerkreis ist mittlerweile gegen die Abberufung des Wehrleiters tätig geworden, hat das Kommunalamt angerufen. Die Kameraden wiederum wollen den Dienstagabend noch einmal unter sich auswerten und entscheiden, wie weiter.

Neuer Ärger scheint indes vorprogrammiert zu sein: Im Stadtrat am 25. April steht die Änderung der Feuerwehrsatzung auf dem Plan. Darüber ist jedoch mit den Betroffenen, also den Kameraden, im Vorfeld nicht gesprochen worden. Sie hatten dies dem Amtsblatt entnommen, kennen keine Details. Wie es jetzt hieß, soll der Tagesordnungspunkt abgesetzt werden. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es aber nicht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.04.2013

Nico Fliegner

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