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Bad Düben Feuerwehr probt den Ernstfall
Region Bad Düben Feuerwehr probt den Ernstfall
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01:00 02.09.2013
Großeinsatz in der ehemaligen Heidekaserne in Bad Düben: Hier fand nach einer Verpuffung eine großangelegte Rettungsaktion statt. Zwölf Menschen mussten per Drehleiter aus einem Fünfgeschosser gerettet werden. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben. Zweimal rückte am Wochenende die Feuerwehr zu Einsätzen aus. Der Grund: 50 Kameraden der drei Ortswehren führten ihre jährliche Wochenendschulung durch. Und dazu hatten sie sich das Technische Hilfswerk (THW) vom Ortsverband Lübben sowie die Rettungssanitäter des Arbeitersamariterbundes und Notarzt Christian Schmidt aus dem Waldkrankenhaus eingeladen.
"An dieser Schulung werden Wissen und Kenntnisse von A bis Z aufgefrischt und neu vermittelt", sagte Tobias Volkmann, Sprecher der Feuerwehr Bad Düben. "Solche Übungen sind wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Außerdem wollen wir das Zusammenspiel für den Ernstfall trainieren. Dass wir das bereits ganz gut können, hat das Juni-Hochwasser gezeigt."

Neu dabei waren diesmal die Gäste aus Lübben. Man kennt sich seit dem Hochwasser und will die neue Freundschaft vertiefen. "Während der Fluttage schlugen wir bei der Bad Dübener Feuerwehr unsere Feldbetten auf. Daraus ist eine Freundschaft entstanden, die mit der Teilnahme an der Wochenendschulung gelebt wird", erzählt Gruppenführer Robert Lehmann.

Das erste Szenario spielte am Sonnabendnachmittag in der Torgauer Straße. Auf dem Areal des ehemaligen Möbelmarktes war ein Haus explodiert. Während ein Teil des Gebäudes sofort einstürzte, war ein anderer stark einsturzgefährdet. Drei Personen waren verschüttet und warteten auf Rettung. "Wir schauen, wie der Einsatz abläuft und notieren uns Zeit und taktische Vorgehensweise. Eine Auswertung bringt Schwachpunkte ans Tageslicht, die dann im Ernstfall nicht mehr stattfinden dürfen", sagte Christian Noack, der sich das Beispiel ausdachte.

"Das ist meine zweite große Übung. Ich finde gut, dass man bei solchen simulierten Ernstfällen das Zusammenspiel zwischen Feuerwehr und Notarzt trainieren kann", sagte Notarzt Christian Schmidt. "Menschenrettung geht dabei immer vor Gebäuderettung. Erst nachdem alle Vermissten geborgen sind, kann man sich um das Haus kümmern", ergänzte Wehrleiter Matthias Eichler.

Gestern folgte im Gelände der ehemaligen Heidekaserne Übung Nummer zwei. Dort mussten zehn Verletzte aus einem eingestürzten Haus gerettet werden. "Das Schulungswochenende war ein voller Erfolg. Bleibt bloß zu hoffen, dass nie so ein Ernstfall eintritt. Und wenn doch, sind wir darauf gut vorbereitet", so der Wehrleiter.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.09.2013

Steffen Brost

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