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Feuerwehr simuliert zwei Großeinsätze

Feuerwehr simuliert zwei Großeinsätze

An zwei Tagen heulten die Sirenen in Bad Düben. Doch zum Glück mussten die Kameraden nicht zu einem echten Brand ausrücken. Vielmehr standen Übungen auf dem Einsatzplan - eine an der Mittelschule, die andere im Gewerbegebiet Süd-Ost.

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Training unter extremen Bedingungen: Mit schwerer Atemtechnik wurde ein Großeinsatz in einer Papierlagerhalle im Gewerbegebiet Süd-Ost simuliert.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Montag, 10.49 Uhr, Mittelschule Bad Düben: Plötzlich heißt es Feuerarlarm. Nur Schulleiter Matthias Schuster ist in die Pläne eingeweiht. Ein Gang im Schulgebäude steht unter dichtem Qualm einer Nebelmaschine, die den Lehrern und Kindern ein Durchkommen unmöglich machen und sie sich einen anderen Weg aus dem Gebäude suchen müssen. Zur Alarmzeit befinden sich über 500 Kinder und Lehrer im Schulhaus, die nun schnell, aber geordnet das Gebäude verlassen sollen. Innerhalb von vier Minuten sind alle auf dem Schulhof. Die Lehrer nehmen ihre Klassenbücher mit und kontrollieren die Anzahl der Kinder. Einer fehlt.

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Bad Düben. An zwei Tagen heulten die Sirenen in Bad Düben. Doch zum Glück mussten die Kameraden nicht zu einem echten Brand ausrücken. Vielmehr standen Übungen auf dem Einsatzplan - eine an der Mittelschule, die andere im Gewerbegebiet Süd-Ost.

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Bereits fünf Minuten, nach dem der Alarm ausgelöst wird, trifft die erste der insgesamt vier Wehren aus Bad Düben, Tiefensee, Schnaditz und Eilenburg ein. Nun gilt es so schnell wie möglich die im Schulgebäude zurückgebliebene Person mittels Anstellleiter aus dem ersten Stock zu bergen. Ein Warten auf die Drehleiter der Eilenburger Wehr, mit der die Person viel schneller gerettet werden könnte, würde zu lange dauern.„Diesmal ist es nur eine Übung, doch im Ernstfall dauert es mit einer Anstellleiter viel zu lange", sagt Einsatzleiter und Feuerwehrchef Sven Hindemitt. Die Drehleiter der Eilenburger Wehr trifft erst 25 Minuten später ein. Dann benötigen die Eilenburger Kameraden noch etwa fünf Minuten Rüstzeit, bis sie die Person aus dem „brennenden" Gebäude retten können. Im Ernstfall wäre es für die Person vielleicht zu spät gewesen. „Bad Düben hat viele mehrgeschossige Wohnungen, Firmen, Schulen und Krankenhäuser, aber keine Drehleiter, die zur schnellen Personenrettung einen wichtigen Beitrag leisten würde", sagt Hindemitt.Auch die zweite Übung hatte es in sich. Am Dienstagabend simulierten die Kameraden einen Einsatz im Altpapierlager und Kleidersammelstelle Christ im Gewerbegebiet Süd-Ost. „Das Szenario beinhaltet einen angenommenen Brand in der Papierlagerhalle mit starker Rauchentwicklung. Zudem werden drei Leute vermisst, die die Kameraden unter Einsatz schwerer Atemtechnik retten sollen. Wir trainieren die Einsätze gerne unter realistischen Bedingungen und sind immer wieder dankbar, wenn Firmen ihre Hallen und Gelände zur Verfügung stellen", erklärt Christian Noack, stellvertretender Stadtteilwehrleiter. Punkt 19 Uhr heulen die Sirenen in der Kurstadt sowie den Ortsteilen Schnaditz und Tiefensee. Nach acht Minuten ist der erste Feuerwehrwagen vor Ort. Nach und nach kommen fünf Fahrzeuge mit 30 Kameraden an. Christian Jakubczak übernimmt die Funktion des Einsatzleiters und teilt seine Kollegen ein. Mit schwerer Atemtechnik bahnen sich die Kameraden den Weg in die verrauchte Halle. Nach wenigen Minuten werden die vermissten Personen geborgen und ärztlich versorgt.Feuerwerker Frank Zwilling sorgt derweil mit explodierenden Stoffen für eine realitätsnahe Gefahrenquelle und Carsten Kind für jede Menge Rauch aus der Disko-Nebelmaschine. Dann kracht es wie vereinbart. Der Einsatzleiter koordiniert blitzschnell die Rettung des verschütteten Kollegen. Fleißig notiert inzwischen Harald Vogel alle Vorgänge und Zeiten. „Uns ist es wichtig mögliche Mängel zu erkennen und sie zu beheben, damit im Ernstfall alles klappt. Schließlich hängen von unseren Handlungen und Entscheidungen auch Menschenleben ab", so Vogel.

Steffen Brost / Thomas Jentzsch

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