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Bad Düben Flötentöne beigebracht - Musikschule Tonart öffnet ihre Türen
Region Bad Düben Flötentöne beigebracht - Musikschule Tonart öffnet ihre Türen
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11:05 20.05.2015
Clara Kaschel (rechts) aus Leipzig und die Bad Dübenerin Helene Uhle-Wettler zeigen ihr musikalisches Können auf der Querflöte. Quelle: Steffen Brost

Gedränge in der Musikschule Tonart im Postweg: Lehrer Andreas Sültemeyer bringt es auf den Punkt: "Schön, dass die Sonne scheint, sonst wäre es drinnen wohl noch voller gewesen." Die Leute kamen, guckten und staunten, was die Musikschule alles zu bieten hat.

Im Jahr 2001 startete Annett Köhn mit Blockflöten- und Klavierunterricht sowie der Zwergenmusik in der Kurstadt. "Mittlerweile sind daraus zehn verschiedene Instrumente geworden. So gibt es heute unter anderem auch noch verschiedene Gitarrenkurse, Trompete, Posaune bis hin zum Alphorn", zählt die studierte Musik- und Tanzpädagogin auf. "Ja, sie haben richtig gelesen. In Bad Düben kann man auch das Alphornblasen lernen. Von einem Profi", sagt die Leiterin. Der heißt Fred Schreiter und verlor sein Herz vor sieben Jahren an das außergewöhnliche Musikinstrument. "Ich spiele in einer Band mit dem Namen Anhaltiner Musikanten. Damals waren wir im Allgäu und ich hatte meine erste Bekanntschaft mit dem Alphorn. Ich blies und war sofort begeistert", erzählt Schreiter. Zurück in der Dübener Heide musste ein Alphorn her. Fast 3000 Euro investierte der gelernte Trompeter in die neue Anschaffung. Mittlerweile hat der Musiker auch schon einen jungen Nachahmer gefunden. Der junge Janus Deutrich ist seine erster Schüler und talentiert. "Wir sind schon gemeinsam im Fernsehen aufgetreten. An einer Kuhweide haben wir das Alphorn geblasen und bewiesen, dass die Tiere auf solche Musik scharf sind. Wir hatten noch nicht zu Ende gespielt, da standen die Kühe um uns herum."

Neben dem Vokal- und Instrumentalunterricht bietet die Schule die Zwergenmusik sowie Tanz für Kinder. Beliebt ist auch das sogenannte Instrumentenkarussell. "Hierbei können sich die Kinder zunächst nach ihren Vorlieben orientieren und zwölf Wochen vier aus zehn Instrumenten ausprobieren", erklärt Köhn das Prozedere.

Dass der Erfolg nicht ausbleibt, beweist Clara Kaschel. Perfekt beherrscht der Teenager den Umgang mit der Querflöte. Und das so gut, dass sie den Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" in ihrer Altersklasse bei den Querflötisten gewonnen hat. Das will auch Helene Uhle-Wettler. Die Pfarrerstochter aus Bad Düben spielt seit zwei Jahren und zeigt, was sie schon drauf hat. Noch ganz jung hingegen ist die sechsjährige Fina Kähmke. "Ich spiele seit einem halben Jahr. Hänsel und Gretel kann ich schon", piepst die Vorschülerin.

Gleich in ganzer Familie kommen die Schlieckriedes zum Musikvormittag. Sabine und Lars Schlieckriede wollen ihre Kinder Märt, Fleur, Finn und Lauren für Musik begeistern. "Uns interessiert vor allem das Instrumentenkarussell. Da kann jeder entsprechend seiner Vorlieben aussuchen. Und wenn das nicht klappt, machen wie einfach eine Familienband auf. Genügend Leute sind wir ja", lacht Papa Lars.

Seit einigen Jahren werden an der Musikschule auch sechs verschiedene Tanzkurse angeboten. "Die sind stark frequentiert. Wir haben nicht nur Gesellschaftstanz, sondern auch Hiphop, Zumba-Style und Linedance. Neu im Angebot ist der Salsa. Unsere Paare sind zwischen 20 und 70 Jahre alt. Viele kommen aus Spaß oder wegen ihrer Hochzeit. Dann machen wir sie fit für den Hochzeitswalzer", erzählt Köhn.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.03.2013

Steffen Brost

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