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Bad Düben Flüchtlingen und Aussiedler feiern in Bad Düben ihr Sommerfest
Region Bad Düben Flüchtlingen und Aussiedler feiern in Bad Düben ihr Sommerfest
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06:00 29.08.2017
Elvira Müller verkleidete sich als Clown und hatte viel Spaß mit den jüngsten Besuchern des Sommerfestes zwischen Flüchtlingen und den Spätaussiedlern. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Russische Popmusik hallt aus dem Lautsprecher, auf dem Grill liegen orientalische Spieße und am Kuchenstand bietet Walja Kindler neben russischem Gebäck auch somalische Teigtaschen an. Kunterbunt und richtig lecker präsentierte sich das 9. Sommerfest für Flüchtlinge und Russlanddeutsche in der Begegnungsstätte im Bad Dübener Postweg.

Ausgelassene Stimmung

„Es ist so, wie wir uns das vorgestellt haben. Viele Flüchtlingsfamilien, Spätaussiedler und Menschen aus der Region sind gekommen. Alle sind fröhlich, tanzen gemeinsam und sind ausgelassen. Solche Feste sollen das Gemeinwesen fördern. Die Menschen sollen sich kennenlernen“, erzählte Michael Marschall vom Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werkes Delitzsch. Gemeinsam mit dem Flüchtingssozialdienst der Arbeiterwohlfahrt hatte die Diakonie das Fest auf die Beine gestellt.Aber auch andere fleißigen Helfer wie der Bad Dübener Frauenverein half tatkräftig mit. Der Chor Radost trat auf, es gab kleine Solisten auf ihren Musikinstrumenten zu bewundern und eine Hopseburg war der Magnet.

Elvira Müller macht den Clown

Etwas besonderes hatte sich Elvira Müller ausgedacht. Die Spätaussiedlerin schlüpfte in ein Clowns-Kostüm, zauberte und spielte mit den Kindern auf der großen Wiese. „Das hat viel Spaß gemacht. Sie hat Witze erzählt und wir haben Wettbewerbe gemacht“, war Anna Bayerbakh begeistert. Die Achtjährige kam vor vielen Jahren mit ihren Eltern aus Kasachstan nach Deutschland. Mittlerweile ist sie fest integriert, geht in die Heide-Grundschule und trainiert erfolgreich im örtlichen Turnverein. Noch nicht ganz so lange ist Shakri Mohamad in der Kurstadt. Die junge Frau stammt aus Mogadischu in Somalia. Ihr Eltern sind tot. Sie flüchtete aufgrund der angespannten Situation in ihrem Heimatland nach Deutschland. „Ich bin seit einem Jahr in Bad Düben. Ich fühle mich hier sehr wohl und habe auch schon Freunde gefunden. Aber ich muss noch viel Deutsch lernen“, erzählte sie. Die Somalierin hatte Teigtaschen mit Gemüse nach einem Rezept ihrer Mutter hergestellt. „Ich bin absolut begeistert, wie das hier so gut funktioniert. Die Spätaussiedler sind mittlerweile richtig gut in unser städtisches Leben integriert. Und die Flüchtlinge sind auf gutem Weg, das auch so hinzubekommen“, freute sich Barbara Paul von der Stadtverwaltung.

Tagescafé als bald neues Angebot

Das Sommerfest ist aber nur eines von vielen Angeboten für die Flüchtlinge und den Spätaussiedler. Unter anderem gibt es in der Begegnungsstätte im Postweg regelmäßig einen Nähkurs, Bastelnachmittage, das Café International und eine Fahrradwerkstatt. Jetzt soll noch ein offenes Tagescafé dazukommen. Es soll als Treffpunkt dienen und Möglichkeiten bieten, bei Problemen den richtigen Ansprechpartner zu finden.

Von Steffen Brost

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