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Forstrevier Schöneiche: Magere Ausbeute zum Start der Jagdsaison

Hubertusjagd Forstrevier Schöneiche: Magere Ausbeute zum Start der Jagdsaison

100 Jäger, 15 Hunde und 30 Helfer gaben bei der traditionellen Hubertusjagd im Revier Schöneiche am Sonnabend traditionell den „Startschuss“ für die Drückjagdsaison 2015/16 im Forstbezirk Taura. Das Wetter spielte auch mit. Nicht unwichtig bei der Jagd.

100 Jäger, 15 Hunde und 30 Helfer gaben bei der traditionellen Hubertusjagd im Revier Schöneiche am Sonnabend traditionell den „Startschuss“ für die Drückjagdsaison 2015/16 im Forstbezirk Taura.

Quelle: Steffen Brost

Torfhaus. „Wir hatten in der Vergangenheit schon alles. Regen, Schnee und diesmal eben Wärme“, sagte Saskia Petzold, Sachgebietsleiterin für Öffentlichkeitsarbeit. Schon recht früh mussten Jäger, Hunde und Helfer an diesem Tag aus den Federn. Viele kamen aus der Region, aber auch aus anderen Bundesländern waren Teilnehmer dabei.

Die Jagd begann mit einer Belehrung. Hier wurden noch einmal alle wichtigen Dinge sowie Sicherheitshinweise angesprochen. Denn sehen und gesehen werden ist ganz wichtig bei der Jagd. Deswegen trugen alle Jagdhelfer grell orange leuchtende Bekleidung. Denn sie mussten das Wild aus den Verstecken treiben. Gejagt wurde im 1760 Hektar großen Revier Schöneiche. Die Jäger hatten es diesmal auf Fuchs, Marderhund, Waschbär, Rotwild, Rehwild und Schwarzwild abgesehen. „Es darf nicht alles geschossen werden, was im Wald herumläuft. Sogenannte Zukunftshirsche dürfen nicht erlegt werden. Ebenso gilt die Devise jung vor alt“, erklärt Petzold.

100 Jäger und 30 Helfer kommen zur Hubertusjagd ins Forstrevier Schöneiche.

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Eine Ansitz-Drückjagd bedeutet, dass die Jäger auf Hochsitzen warten. Treiber und Hunde drücken das Wild aus der Deckung. Doch an diesem Tag hatten die Jäger nicht viel Glück. Auch Saskia Petzold lief nichts vor ihr Gewehr. Ich hätte schon ganz gern den Weihnachtsbraten gehabt. Aber so ist das nun mal. Glück und der richtige Platz im Wald gehören auch dazu“, so die junge Frau. Doch ihr ging es nicht allein so. Auch viele andere kamen an diesem Tag nicht zum Schuss.

Am Nachmittag füllte sich die große Wiese. Kaffee dampfte und bei Krauses lagen Wildbratwürste und Steaks auf dem Grill. Nach und nach kamen die Jäger aus dem Wald zurück. Um 12.30 Uhr war „Hahn in Ruh“, was in der Jägersprache soviel heißt wie die Jagd ist vorbei. Zwei Stunden später lagen auf der großen Wiese drei Füchse, vier Rehe, elf Wildschweine und sieben Mal Rotwild. Im vergangenen Jahr waren etwa 40 Stück Wild die Ausbeute. Forstbezirksleiter Jan Glock war angesichts der recht kleinen Strecke nicht zufrieden mit der Ausbeute. „Das war heute insgesamt recht wenig. Es hätte mehr sein können. Aber das weiß man vorher ja nie. Wichtig ist ganz allein, dass es eine sichere Jagd war und alle Teilnehmer sicher zurück sind“, so Glock. Im Dezember kommt die ganze Gesellschaft noch einmal ins Revier Schöneiche zurück. Zur nächsten Jagd. Dann hofft Glock auf mehr Wild. „Wir müssen jagen, um den Bestand in unseren Wäldern auf einem einheitlichen Niveau zu halten. Denn wir haben immer noch deutlich zu viel Wild in den Wäldern“, weiß der Leiter.

Jedes Wild wurde, bevor es auf die Strecke gelegt wurde, gewogen und entsprechend markiert. Die vierstellige Nummer am Fell verrät im Nachhinein wer es wann und wo geschossen hat. „Das ist wichtig, damit man später alles rückverfolgen kann“, erklärte Petzold. Gleich zweimal Glück hatte Karl Voigt aus Schmannewitz. Dem Revierleiter liefen zwei Wildschweine vor die Flinte. „Sachsenforst ist für seine gut organisierten Jagden bekannt. Tolle Veranstaltung auch diesmal“, lobte der Schmannewitzer. Aus Hoyerswerda war Cornelia Rohrbeck-Welschke mit Tochter Jana dabei. Während die Tochter als Jagdhelfer agierte, schoss die Mutter einen Fuchs. „Der kommt mit nach Hause. Wir werden das Fell verarbeiten“, so die Hobbyjägerin. Als das Wild traditionell von den Jagdhornbläsern verblasen war, konnten auch die Zuschauer zuschlagen. Denn wer wollte konnte seinen Weihnachtsbraten gleich mit nach Hause nehmen.

Steffen Brost

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