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Bad Düben Fotovoltaikpark bei Wellaune wird nicht errichtet
Region Bad Düben Fotovoltaikpark bei Wellaune wird nicht errichtet
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20:00 02.07.2010
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. Doch nun muss die Juwi Holding, ein Energieunternehmen aus Wörrstadt (Rheinland-Pfalz), ihre Pläne begraben. Denn der Regionalplan Westsachsen untersagt die Errichtung von Fotovoltaikanlagen auf den Feldern an der B 2 zwischen der Waldsiedlung und Wellaune.

Das dortige Gebiet sei im Regionalplan unter „Vorrang Waldmehrung" eingestuft, sagte Juwi-Pressesprecher Ralf Heidenreich. „Das wäre ein tolles Projekt gewesen, weil der Standort optimal für die Nutzung der Sonnenenergie ist. Doch leider wird nichts daraus."

Auf einer zehn Hektar großen Fläche rechterseits vor Wellaune aus Richtung Leipzig kommend sollten schon Ende dieses Jahres Solarmodule Sonnenlicht einfangen und Strom produzieren. Der Stadtrat stimmte dem Solarpark im vergangenen Jahr zu und begrüßte das Investitionsvorhaben, da es gut zu Bad Düben als ökologische Kurstadt gepasst hätte.

Doch was in Bad Düben nicht geht, soll nun im 30 Kilometer entfernten Wittenberg-Abtsdorf aufgezogen werden. Dort investiert die Juwi Holding, die übrigens auch für den Solarpark auf der Roten Jahne bei Eilenburg und den Energiepark in Waldpolenz bei Brandis verantwortlich zeichnet, 14 Millionen Euro in eine Freiflächenfotovoltaikanlage mit Dünnschichtmodulen. Insgesamt

25 Hektar Fläche werden beansprucht. Das Projekt befinde sich in der finalen Planung. Der Spatenstich erfolge Ende August, so Heidenreich weiter.

Aber nicht nur der Regionalplan Westsachsen machte dem Energieunternehmen mit dem Investitionsvorhaben in Wellaune einen Strich durch die Rechnung. Auch die Bundesregierung hat letztlich ihren Anteil daran. Denn die Anlagen sollten auf Ackerflächen errichtet werden. Und die sind nicht mehr förderfähig. Das beschloss der Bundestag im Mai. „Unter den jetzigen Bedingungen wäre das Vorhaben nicht wirtschaftlich gewesen", konstatierte Heidenreich. Bei dem Juwi-Projekt in Wittenberg handele es sich zwar auch um Ackerflächen, nur die Baugenehmigung sei eher da gewesen, als der Regierungsbeschluss. Insofern gelten frühere Förderregelungen.

Die 1996 gegründete Juwi-Gruppe zählt heute mit einem Jahresumsatz von rund 600 Millionen Euro zu den führenden Unternehmen im Bereich erneuerbarer Energien. Mit rund 600 Mitarbeitern deckt Juwi die gesamte Wertschöpfungskette von der Planung über die Errichtung bis hin zur Finanzierung und Betriebsführung der regenerativen Energieanlagen ab.

Nico Fliegner

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