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Bad Düben Fragen und Antworten im Rathaus – Bad Düben kämpft um seine Burg
Region Bad Düben Fragen und Antworten im Rathaus – Bad Düben kämpft um seine Burg
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00:17 29.01.2016
Vereins-Chef Rudolf Scheeren eröffnet die Veranstaltung.   Quelle: Foto: Kathrin Kabelitz
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Bad Düben

 Bad Dübens Heimatverein trifft Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) zu Beginn eines neuen Jahres – die gute Tradition fand am Montagabend im Ratssaal eine weitere Fortsetzung. Und wie gewohnt hatten die Damen und Herren um Vereins-Chef Rudolf Scheeren einen Frage-Katalog zusammengestellt, den Ehrenvorsitzender Wolfgang Apitzsch als Leitfaden für seine Moderation an diesem Abend ansetzte. Nachfolgend sind einige Punkte aufgeführt:

 Zu den Schwerpunkten in diesem Jahr zählt die Errichtung der Schauwerkstätten, die Abrissarbeiten beginnen bald. 2016 soll die Hülle fertig werden, 2017 der Innenausbau erfolgen. Beim Bootsanleger ist wegen des Wetters derzeit Pause, am 29. Februar soll er an die Stadt übergeben werden. Bis zum 15. Juli können Paddler in Richtung Sachsen-Anhalt ablegen, bis Oktober aus Richtung Eilenburg auch anlegen. Tiefensee bekommt ein neues Feuerwehrgerätehaus. Im Windmühlenweg ruhen die Arbeiten witterungsbedingt, sollen aber bald wieder starten. Ansonsten geht es vor allem um investitionsvorbereitende Maßnahmen wie den Hortanbau an die Heide-Grundschule. Bis 2020 soll dieser erfolgt sein und Raum für 210 Mädchen und Jungen bieten. Damit hätte jedes Kind der Heide-Grundschule einen Platz sicher. Dies könne derzeit nicht gewährleistet werden.

 „Es ist dringend“, sagt Astrid Münster (FWG). Es bestehe die Sorge, dass die Berg beim nächsten Hochwasser weiter Schaden nehmen könne: „Wir wissen nicht mehr, wie er reagiert.“ Hinzu komme, dass das Amtshaus gestützt werden muss. Fördermittel aus dem Hochwasserfonds sind beantragt, spätestens für April wird eine Aussage erwartet, ob Kommunen nicht benötigte Mittel zurückgeben. „Noch sind wir optimistisch“, sagt Münster, räumt aber auch ein, dass Düben vor einem großen Problem stehe, wenn es die 600.000 Euro-Sanierung allein stemmen müsste.

 Voraussichtlich im ersten Quartal erfolgt der Abschluss des Vertrages zwischen Stadt und Erschließungsträger, sodass davon auszugehen ist, dass mit der Erschließung noch in diesem Jahr begonnen wird. Geschehen soll das in zwei Bauabschnitten – Abschluss: voraussichtlich 2018.

 Am 23. März trifft sich Astrid Münster mit Axel Bobbe, Betriebsleiter der Landestalsperrenverwaltung zu einem Abstimmungs-Gespräch. Dabei geht es um die Schwerpunkte Hochwasserschutz Burggelände und zum Gewerbegebiet Süd-Ost sowie zum Bau des Polders Löbnitz mit dem Ringdeich Schnaditz. Sie sei sicher, dass der Baustart des Ringdeiches bald erfolge, „Wir wollen die Tiefbauarbeiten nutzen, um Leerrohre beziehungsweise Glasfaserleitungen zu verlegen“, wies Münster auch auf den wichtigen Zusammenhang zu den Gesprächen um die Breitbandversorgung hin.

 Derzeit sei keine konkrete Aussage möglich, da die Finanzierung noch nicht gesichert ist. Die Baugenehmigung liegt. Ein Termin mit dem beauftragten Architekten habe Münster demnächst.

 Bad Düben sei von Einbruchsserien im großen Maße bisher verschont geblieben. Sie habe zudem weder den Eindruck noch Erkenntnisse der Polizei, dass es einen massiven Anstieg von Straftaten gäbe, der auf Flüchtlinge zurückzuführen sei, sagte Münster. Es habe gerade in den Spätsommer-Monaten ein paar Probleme gegeben, als Männer Kinder angesprochen haben. „Wir haben versucht, dieser Entwicklung schnell mit Aufklärung entgegenzuwirken. Ich war mit Stadtrat Gisbert Helbing in der Begegnungsstätte und wir haben deutlich gesagt, was geht und was nicht.“ Seitdem habe es keinen Fall mehr gegeben.

Von Kathrin Kabelitz

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