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Bad Düben Franzosen besuchen Freunde in Pressel
Region Bad Düben Franzosen besuchen Freunde in Pressel
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16:06 21.04.2017
Die Kälber der Presseler Landwirtschafts GmbH sind natürlich auch bei den Franzosen ein Anziehungspunkt. Quelle: Ilka Fischer
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Pressel

Eine Woche vergeht schnell. Zumal wenn man sie mit Freunden verbringt. Diese Erfahrung machten jetzt wieder einmal 44 Franzosen, die von Ostersonntag bis zum Freitag in ihren Partnerort Pressel zu Gast waren.

„Die Gastfreundschaft hat mich unglaublich beeindruckt“, erzählt die 22-jährige Agnes Bussiere. Die dabei empfundene Herzenswärme in der Gastfamilie, aber auch bei dem deutsch-französischen Abend gleich am Ankunftstag konnte die unglaublich niedrigen Temperaturen mildern, die in der nachösterlichen Woche herrschten. Der Vater von Agnes hatte einst die ersten Kontakte gleich nach der Wende mit geknüpft. Am 2. Mai 1993 wurde die Partnerschaft zwischen Villosanges in Mittelfrankreich und Pressel offiziell. Doch bis heute steht sie nicht nur auf dem Papier.

Region neu kennengelernt

„Vor allem aus finanziellen Gründen können wir uns jetzt aber nur noch alle zwei Jahre besuchen. Alle vier Jahre ist es gar nicht so schwer, was auf die Beine zu stellen, zumal ja auch schon die nächste Generation herangewachsen ist“, sagt Roger Lange, der die Partnerschaft selbst von Beginn an lebt.

Im Lutherjahr stand deshalb nach 20 Jahren erneut ein Besuch von Wittenberg auf dem Programm. Außerdem gab es ein Orgelkonzert in der Presseler Kirche, ein Besuch im Grenzmuseum Marienborn, die historische Schulstunde im Eilenburger Museum, einen Schlossbesuch in Hohenprießnitz und eine Fährüberfahrt in Gruna.

Besuch im Agrarbetrieb

Ein besonderer Höhepunkt war für die Franzosen, die aus einem landwirtschaftlich geprägten Region kommen, aber der Besuch der Presseler Landwirtschafts GmbH. Mathias Reiter, der in seinen Betrieb das Futter für die insgesamt 1700 Rinder selbst produziert, kramte selbst die eine oder andere französische Vokabel hervor. „Das hat mir richtig Spaß gemacht“, so der 46-Jähirge nach einem zweistündigen Fragemarathon über Arbeitszeiten, Löhne, aber auch Einspeisevergütung, Fotovoltaik und Vermarktung der Tiere bei der Führung auf dem weitläufigen Betriebsgelände vor den Toren Pressels. Nicht nur Christiane Senetaire, die in ihrer Heimat mit 300 Rindern für die Fleischproduktion selbst einen der größten dortigen Bauernhöfe hat, fand „das Ganze schon beeindruckend“.

Einige Presseler freuten sich zudem über die Gelegenheit, bei dem Landwirtschaftsbetrieb reinzuschauen. Annette Pawelke, die selbst Landwirtschaft studiert hat, fand die neue Anlage „schon irre“. Ihr Mann Wilfried Pawelke brachte es so auf den Punkt: „Respekt, was Reiters hier geleistet haben.“

Von Ilka Fischer

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