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Bad Düben Frauen schwingen den Flegel - Dorffest in Schnaditz
Region Bad Düben Frauen schwingen den Flegel - Dorffest in Schnaditz
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08:21 12.07.2010
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Schnaditz

Von dem gab es im Schlosspark genügend und deshalb hatten die Organisatoren das Fest von der Schlosswiese herunter unter die großen Bäume verlegt. Das Festzelt dort aufzubauen, verlangte zwar Millimeterarbeit, aber der Aufwand lohnte.

Am Vormittag knatterte es im Dorf, denn aus mehreren Himmelsrichtungen reisten Oldtimer-Fahrzeughalter an, darunter Lanzfreunde Sachsen und Mitglieder des Oldtimerclubs Delitzsch. Motorräder, Mopeds, Lkw, Pkw, Traktoren und Transporter verteilten sich im Park und es rollte sogar ein Original Dübener Ei der Firma Caravan an, der von einem top restaurierten Wartburg gezogen wurde.

Schnaditz. Da konnten Jonas Jäckel und Franz Seidel ihre gerade gebastelten Regenmacher noch so sehr schütteln, der Himmel blieb blau und die Sonne schien kräftig.

Ein wahrer Hingucker war das kleinste Auto, das Schnaditz erreichte. Es handelte sich um eine BMW isetta aus dem Jahr 1961. Mit dem winzigen Zweisitzer fuhren Renate und Manfred Springer aus Delitzsch vor, die den Oldtimer 1995 kauften. Das Gefährt, das zuvor im Ruhrgebiet zu Hause war, wird im Volksmund auch liebevoll Knutschkugel genannt. Wie von Manfred Springer zu erfahren war, hat das Auto 12 PS, 250 Kubikzentimeter Hubraum und fährt

75 km/h.

Pünktlich zur Kaffeezeit trat die Singegruppe Radost aus Bad Düben auf. „Radost bedeutet Freude, und die wollen wir ihnen heute bringen", begrüßte Valentina Düster die Gäste. Die Damen und Valentin Arnold, die in folkloristischen Gewändern glänzten, erfreuten mit einigen russischen Weisen. Folkloristisch kamen auch die vier Damen um Andreas Scheeren aus Tiefensee rüber. Mit vereinten Kräften schlug die Dreschflegelgruppe kräftig auf den Boden, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Endlich fielen ein paar Tropfen Wasser. Die kamen jedoch nicht vom Himmel, sondern aus den drei C-Rohren der Jugendfeuerwehr. Mit vereinten Kräften hielten die Trupps die Wasserstrahlen auf ein kleines Holzhaus. „Eigentlich sollte das Häuschen bei dieser Vorführung brennen", erklärte Oberfeuerwehrmann Robert Hoffedank. Der hohen Waldbrandwarnstufe geschuldet, gab es jedoch kein Feuer, aber gelöscht wurde trotzdem. Dafür

und dass sie trotz der Hitze ihre komplette Feuerwehrmontur trugen, gab es für die Jungen und Mädchen und auch für die Kameraden Mario Jungchen

und René Eckardt gebührenden Applaus.

Beifall erntete auch der Michael-Kohlhaas-Club. Ihm gelang es, die Männer der FFw bei der sechs Disziplinen umfassenden Gaudi-Staffel zu besiegen. Der von Raik Zenger geschnitzte Schlosspokal wird nun einen Ehrenplatz im Vereinshaus bekommen. Die Pokale der vergangenen Jahre stehen in den Räumen der Schnaditzer Feuerwehr. Einige Gäste bestaunten die weite Aussicht vom Schnaditzer Schlossturm und bei Tanz im Festzelt klang das Fest erst weit nach Mitternacht aus.

Heike Nyari

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