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Bad Düben Freibad-Rettung: Breites Bündnis formiert sich
Region Bad Düben Freibad-Rettung: Breites Bündnis formiert sich
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14:09 19.05.2015

Und genau darum ging es. Rund 40 Vertreter von Vereinen, Verbänden, Stadt sowie Stadtratsfraktionen trafen sich am Samstagvormittag im Speicher des Hotel National, um darüber zu reden, was passieren kann und muss, um das Bad im Dübener Ortsteil wieder zu einem Anziehungspunkt zu machen. Die maroden Zustände im Bad , der enorme Wasserverlust im großen Becken, die verschlissene Technik - die alarmierenden Signale, die Pächter Andreas Glewe seit Jahren sendet, all das hat den Ortsverband der Linken bereits vor einiger Zeit mobilisiert. Ist- und Soll-Zustand klaffen mittlerweile so weit auseinander, dass ein zeitnahes Handeln unumgänglich ist. Dies aber geht nur, so die Genossen, wenn viele und kompetente Leute mitwirken. Und das parteiübergreifend.

Die am Samstag ausgesandten Signale waren deutlich zu vernehmen: Fast alle Stadtrats-Fraktionen waren vertreten und sprachen sich für eine Sanierung aus. Dennoch seien jetzt Experten gefragt. "Die Flickschusterei muss ein Ende haben, das Bad grundsätzlich saniert werden", so Emil Gaber vom Bürgerkreis. Dies gehe nur mit einer gründlichen Analyse gab auch ein ehemaliger Betriebsleiter von Bau- und Haustechnik zu bedenken, der Erfahrungen mit dem Bau von Wasseranlagen wie der Eilenburger Schwimmhalle hat. Zu einer Kurstadt mit so reizvoller Umgebung gehöre ein Freibad dazu. Zudem gehe es um die Förderung des Gemeinwohls der Bürger, "also auch für Schichten, die sich regelmäßige Besuche im Heide Spa nicht leisten können."

Uwe Kulawinski (FWG) regte an, in diesem Zusammenhang auch über eine Verkleinerung des Beckens nachzudenken. Dies wäre denkbar, könnte aber in puncto Kosten ein Problem werden, so Pächter Andreas Glewe: "Reparieren ist Bestandsschutz und wird geduldet, Sanieren dagegen müsste den neuen DIN-Vorschriften genügen." Hinsichtlich der Größe empfahl Glewe, dass eine Nutzbarkeit in sportlicher Richtung gewährleistet sein müsse, ein 50-Meter-Becken wäre weiter ratsam. Michael Seidel (SPD) betonte, den Blick in die Umgebung zu richten, um zu erkunden, was möglich ist. So wie in Taucha, "wo das marode Bad einen Edelstahl-Einsatz erhalten hat." Seidel appellierte zudem, Fördermöglichkeiten zu aquirieren, hakte diesbezüglich auch bei Thoms Klepel vom Verein Naturpark Dübener Heide nach. Konkrete Zusagen konnte dieser mit Blick auf die neue ILE-Förderperiode allerdings nicht machen. Derzeit gäbe es keine Fördertöpfe für Freibäder, sagte Heike Dietzsch vom Bauamt. Das Thema werde aber erneut angegangen. Erst jüngst habe es zudem Gespräche mit Fachleuten gegeben. Für die Wasseraufbereitung sei eine Pflanzenkläranlage im Gespräch, das senke Kosten für die Unterhaltung. Die weiteren Schritte: Mit einem Vertreter der Bau- und Haustechnik soll es jetzt einen Treff im Bad geben, um Machbares auszuloten. Das Bauamt ist dabei. Analog der SPD/Bürgerkreis-Initiative für die Verbesserung der Situation für Radfahrer und Fußgänger wurde die Bildung einer AG angeregt. Für den April sind ein Subbotnik und ein Vor-Ort-Treff mit allen Fraktionen geplant.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.03.2015

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