Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bad Düben Freude, Emotionen, Analysen - Laußig nach der Wahl
Region Bad Düben Freude, Emotionen, Analysen - Laußig nach der Wahl
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:49 19.05.2015
Anstoßen auf den Wahlsieg: Lothar Schneider (Vierter von links) im Kreise von Familie, Freunden, Unterstützern und Amtskollegen. Quelle: Thomas Jentzsch

2036 von 3277 Wahlberechtigten haben tags zuvor die Gelegenheit genutzt, für einen der beiden Bewerber abzustimmen. Das Ergebnis ist bekannt: Der bisherige Chef ist der neue.

Es war wahrlich kein Durchmarsch, den der parteilose Amtsinhaber hinlegte. Mit 65,3 Prozent liegt Lothar Schneider zudem um knapp sechs Prozentpunkte unter seinem Sieg-Wert von vor sieben Jahren. Die Wahlbeteiligung war mit 60,4 Prozent dafür knapp besser als 2007 (59,13). In den Tagen vor dem Urnengang zeigte sich der 57-Jährige siegeswillig, aber keineswegs siegesgewiss. "Eine Wahl ist eine Wahl", so Schneider. Da könne er als Bürgermeister nicht davon ausgehen, automatisch wieder ins Amt zu kommen. Wohl auch deshalb war dem Authausener am Wahlabend die Anspannung und das Lampenfieber deutlich anzumerken, was er auch unumwunden einräumte. Dem Dank an Wähler und Unterstützer, der Freude und den Emotionen am Wahlabend folgte der sachliche Blick auf die Ergebnisse. Schneider hat in sechs von sieben Wahlbezirken klar dominiert, in Laußig, dem Amtssitz, aber knapp verloren. Natürlich werde er sich seine Gedanken machen, warum die Wähler mehrheitlich so votiert haben. Die Entscheidung gegen die Grundschule im Ortsteil werde ein Grund gewesen sein, die Diskussionen um die noch zu lösende Abwasserproblematik ein weiterer. Dennoch, so Schneider, er treffe keine subjektiven Entscheidungen und müsse immer das große Ganze im Blick haben. "Ich habe den Auftrag von den Wählern bekommen, das ist für mich Vertrauensbeweis und Ansporn, weiter an den Zielen zu arbeiten."

Und die Kontrahentin? Sabine Haffke erfuhr erst später am Abend zu Hause, wie sich die Wähler entschieden haben: "Ich bin mit aller Sachlichkeit und Fairness an die Wahl rangegangen. Ich konnte nicht davon ausgehen, zu gewinnen, da hat Lothar Schneider auch einen gewissen Amtsbonus." Überrascht habe sie, dass ausgerechnet die Bürger aus Authausen klar für den Mitbewerber gestimmt haben. "Mit dem Ort bin ich verwurzelt, bin dort mit den Landfrauen aktiv, tue viel für die Senioren. Vielleicht war es auch eine bewusste Entscheidung vieler Bürger, weil sie sich Sorgen um mich und meine Gesundheit gemacht haben" Wohl auch deshalb habe ihre Familie den Ausgang mit einem lachenden und einem weinenden Auge registriert. Dennoch bedanke sie sich bei den Wählern der anderen Ortschaften für deren Vertrauen, das zu den 34,7 Prozent geführt habe: "Das ist kein schlechtes Ergebnis." Es sei die richtige Entscheidung gewesen, anzutreten. "Die letzten Wochen waren eine neue Erfahrung und eine große Herausforderung." Bei 18 Veranstaltungen habe sie für ihre Ziele geworben.

Die Ergebnisse werden noch rechtlich geprüft. Dann ist Schneider wieder amtlich, was er bis jetzt war - Bürgermeister.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.09.2014

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Laußig. Der alte ist der neue Bürgermeister in der Gemeinde Laußig: Der Authausener Lothar Schneider (57, parteilos) hat sich bei der Wahl gestern gegen seine Mitbewerberin Sabine Haffke (54, nominiert von den Landfrauen Authausen, Pressel, Görschlitz) aus Authausen durchgesetzt.

19.05.2015

Schloss Schnaditz ist verkauft. Am Freitagnachmittag wurde in Delitzsch der Kaufvertrag zwischen der Stadt Bad Düben und den Investoren unterzeichnet. Sobald die Baugenehmigungen erteilt sind, sollen die Arbeiten beginnen.

22.03.2018

Schon beim Eintritt in das Foyer der Bad Dübener Oberschule merkt man: Hier hat das Reinigungskommando in den Sommerferien ganze Arbeit geleistet. Das dunkle Linoleum ist bis in die letzte Pore gereinigt und glänzt wie eine Speckschwarte.

19.05.2015
Anzeige