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Bad Düben Friedhofsmauern in Authausen und Kossa werden erneuert
Region Bad Düben Friedhofsmauern in Authausen und Kossa werden erneuert
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00:40 19.04.2018
Mit der Sanierung der Friedhofsmauer in Kossa wurde bereits vor einiger Zeit begonnen. Mittlerweile ist der Rest einsturzgefährdet und wird bald fertiggestellt. Quelle: Foto: Steffen Brost
Authausen

Geld für Sanierungen und Reparaturen in den Pfarrbereichen ist immer knapp. Das weiß auch Pfarrer Andreas Ohle in Authausen. Der 34-Jährige kennt sich jedoch gut bei der Beantragung von Förder- und der Beschaffung von Eigenmitteln aus. So konnten dank vieler Spenden und Zuschüsse in den vergangenen Jahren in Görschlitz der Kirchturm und das Dach und in Authausen der Kirchturm saniert werden.

Doch die Aufgabenliste an den zum Teil maroden Gotteshäusern ist viel länger. „An vielen Kirchen sind Schäden. Bei mir im Pfarrbereich konnten wir immerhin einiges tun. Und haben auch für die nächsten Monate einiges geplant“, kündigte Ohle an. Dabei handelt es sich um die Sanierung der maroden Friedhofsmauern in Kossa und Authausen. „Diese sind teilweise sogar einsturzgefährdet. Im hinteren Bereich wurde bereits begonnen, die Mauer zu sanieren. Das setzen wir in diesem Jahr rund um die Kirche fort. Die Kosten betragen rund 100 000 Euro. Ich hoffe, dass wir in eines der ILE-Projekte kommen. Wenn nicht, müssen wir mit eigenen Mitteln loslegen“, so Ohle weiter.

Auch die Friedhofsmauer in Authausen ist beschädigt

In einem ebenso desolaten Zustand befindet sich die Mauer im benachbarten Authausen. Hier ist die komplette Mauerabdeckung kaputt, die Reparatur und Teilsanierung soll durch die vor zwei Jahren von 7 auf 20 Euro erhöhte Friedhofsunterhaltungs-Gebühr mit finanziert werden. „Eigentlich müsste auch mal das Dach der Kirche erneuert werden. Dann hätten wir das Gotteshaus wieder in einem guten Zustand. Doch dafür fehlt aktuell noch das Geld“, sagte der Pfarrer. Dagegen ist die Nachfrage für eine letzte Ruhestätte auf der grünen Wiese gestiegen. Mittlerweile gibt es in Authausen eine rund 100 Quadratmeter große Wiesenfläche, auf der Platz für rund 100 Urnen ist.

Geld für die Sanierung der Orgeln wird weiter benötigt

Ein Generalproblem in den Gemeinden sind die teilweise maroden Kirchenorgeln. Bis auf Pressel sind alle in einem ziemlich schlechten Zustand. Kostenschätzungen brachten für Görschlitz 45 000 Euro und für Authausen 50 000 Euro Reparaturkosten zu Tage. Doch Andreas Ohle ist optimistisch, dass in beiden Kirchen in naher Zukunft die Orgeln bald wieder erklingen. „Wir haben die Eigenmittel, die für eine Förderung wichtig sind, für beide Orgeln eigentlich zusammen und bereiten die Fördermittelanträge vor. Wir hoffen, dass sich spätestens im nächsten Jahr etwas tut. Für die Kirchen in Kossa fehlt uns bislang noch das Eigenkapital.

Zukunft des Authausener Pfarrers weiter unklar

Aber es schwebt auch immer noch das Damoklesschwert über die Zukunft des Pfarrers in der Gemeinde über dem Pfarrbereich. Bereits 2017 endete die sogenannte Endsendungszeit. Seit dem kann sich Andreas Ohle auf neue Stellen bewerben oder versetzt werden. Entsprechende Ankündigungen der Kirche haben die Menschen mit Unverständnis und einer klaren Botschaft entgegnet. „Lass unseren Pfarrer im Dorf“, fordern die Menschen rund um Authausen immer noch. „Viele Pfarrstellen werden zusammengelegt. Aktuell mache ich auch noch Vertretung in Bad Düben, wo es derzeit gar keinen Pfarrer gibt. Wie es bei mir weitergeht, ist noch unklar. Ich wünsche mir aber irgendwann eine Entscheidung, damit auch die Menschen hier wissen, wie es weitergeht“, sagte Ohle.

Von Steffen Brost

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